Boris Becker blickt auf aktive Karriere zurück und baut perfekten Tennisspieler: Nadal, Djokovic und McEnroe dabei

Boris Becker hat gegenüber Eurosport spannende Einblicke in seine aktive Sportler-Karriere gegeben. Seinen schwierigsten Gegner identifizierte der 58-Jährige sofort. "Eigentlich immer der Mann im Spiegel morgens im Badezimmer - ich selber", meinte der ehemalige Weltranglistenerste. Auf die Frage nach seinem besten Doppelpartner fand der sechsmalige Grand-Slam-Champion eine überraschende Antwort.

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Quelle: Eurosport

Sein bester Mitspieler sei John McEnroe gewesen, befand Becker. Zusammen mit dem US-Amerikaner hatte der Deutsche im Februar 1992 beim Teppich-Turnier in Brüssel triumphiert. Ein Erfolg, der Tennis-Fans allerdings weniger im Gedächtnis geblieben sein dürfte als der Olympiasieg in Barcelona 1992 an der Seite von Michael Stich.
Apropos Doppel: Mit welchem Star Becker gerne ein gemeinsames Match spielen würde? Der gebürtige Badener hat klare Vorstellungen und greift ins höchste Regal der Prominenz.
Neben Basketball-Ikone Michael Jordan und Golf-Legende Tiger Woods würde Becker sich auch über Partien mit den Hollywood-Stars Robert De Niro oder Leonardo DiCaprio freuen. Für ein Mixed schwebt ihm eine Paarung mit Avatar- und Marvel-Darstellerin Zoe Saldana vor.
Keine Überraschung war dagegen die Tatsache, dass der Rasen-Klassiker in Wimbledon, den er insgesamt dreimal in seiner Karriere für sich entscheiden konnte, nach wie vor Beckers Lieblingsturnier ist.
Auch wenn ihn sein erster Sieg bei dem Major in London 1985 im Alter von 17 Jahren über Nacht zum Star machte, ist dieser Titel für Becker nicht der wichtigste seiner Karriere. Vielmehr habe sein erneuter Triumph 1986 noch mehr Gewicht, "weil das Verteidigen mit 18 noch schwieriger war, als mit 17 zum ersten Mal zu gewinnen", so Becker.

Karlovic und Isner für Becker beste Aufschläger

Im Gespräch mit Eurosport wurde Becker zudem gebeten, mit verschiedenen Attributen den perfekten Tennis-Spieler zu "bauen". Als Vorhand wählte Europas Sportler des Jahres 1986 und 1989, ohne zu zögern, die des Spaniers Rafael Nadal.
Größere Probleme hatte er bei der Rückhand. "Ganz schwer. Die beste einhändige Rückhand gehörte Roger Federer, aber die beste beidhändige Rückhand hat Novak Djokovic", überlegte Becker, bevor er sich letztlich doch für seinen ehemaligen Schützling Djokovic entschied.
Noch schwieriger war für Becker die Frage nach dem besten Aufschlag. "Oh Gott. Wer war denn alles gut? Wer ist denn heute gut? Ganz schwer, ganz schwer", dachte er nach: "Ivo Karlovic. Der Mann aus Kroatien. 2,11 Meter groß. Er hat die meisten Asse geschlagen. Und da gab es noch diesen Amerikaner John Isner. Der hat auch einen unglaublichen Aufschlag gehabt. Karlovic oder Isner, ich bleibe dabei."

Beste Mentalität? Becker nennt sich selbst

Was das Serve-and-Volley-Spiel anging, tat sich Becker wieder leichter und legte sich schnell auf den Schweizer Federer fest. Auch in puncto Return-Fähigkeit kam die Antwort mit Andre Agassi schnell.
Die Frage nach der besten Mentalität ließ Becker erneut überlegen. Zunächst wog er zwischen sich selbst, Djokovic, Nadal und dem Schweden Björn Borg ab, bevor er schließlich mit einem Augenzwinkern zu einer Entscheidung kam: "Da bin ich mal so unverschämt und sage Boris Becker."
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Quelle: Eurosport


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