Boris Becker sieht Alexander Zverev auf Grand-Slam-Kurs - Aggressiver Spielstil soll zum ersten Major Titel führen

Mit aggressivem Tennis zum Grand-Slam-Titel? Für Boris Becker ist Alexander Zverev auf dem Weg zum großen Coup. "Mir geht das Herz auf: Er spielt offensiv. Er steht im Feld. Er geht ans Netz. Er spielt mal Serve-and-Volley. So kann ein Sascha Zverev, mit dieser Spielweise und Einstellung, auch bald ein Grand-Slam-Turnier gewinnen", sagte Becker im gemeinsamen Podcast mit Andrea Petkovic.

Zverev im Eiltempo: Viertelfinale als Machtdemonstration

Quelle: SNTV

Der letzte Schritt war Alexander Zverev in dieser Saison noch nicht vergönnt gewesen. Bei den Australian Open war im Halbfinale gegen Carlos Alcaraz Endstation, bei den Masters-Turnieren in Indian Wells und Miami scheiterte er am späteren Turniersieger Jannik Sinner - ebenso in der Vorschlussrunde.
Auch wenn es für den Sturz der Titanen noch nicht reichte, darf der Hamburger mit breiter Brust auf die anstehenden Herausforderungen blicken. Immerhin fühlt sich der Olympiasieger pudelwohl in seiner neuen Haut.
"Ich bin genau der aggressive Spieler, der ich sein möchte", meinte Zverev vor seinem Auftakt in Miami. "Je länger ich das mache, desto besser wird es werden."
Ein Eindruck, welchen die deutsche Tennis-Ikone Boris Becker teilt. "Mir geht das Herz auf: Er spielt offensiv", freute sich der dreimalige Wimbledonsieger im gemeinsamen Podcast mit Andrea Petkovic. Dem ganz großen Coup scheint er einen Schritt näher zu sein.

Becker glaubt an den Grand-Slam-Titel von Zverev

"Er steht im Feld. Er geht ans Netz. Er spielt mal Serve-and-Volley. So kann ein Sascha Zverev, mit dieser Spielweise und Einstellung, auch bald ein Grand-Slam-Turnier gewinnen. Ich bin überzeugt", hob Becker in seinem Fazit zum Masters im sonnigen Florida hervor.
Sich nur mit den Halbfinalniederlagen gegen Alcaraz und Sinner aufzuhalten, werde dem 28-Jährigen daher nicht gerecht.
"Allein wie er dieses Jahr angefangen hat - ich wüsste nicht, wann er zu einem Saisonstart konstanter war", unterstrich Becker. Den Halbfinals von Melbourne, Indian Wells und Miami steht zwar ein Achtelfinal-Aus in Acapulco gegen Miomir Kecmanovic gegenüber, "aber im Doppel gewann er den Titel."
Und ohnehin soll sich in der Welt des Tennis nicht immer alles um die beiden Außerirdischen an der Spitze drehen. "Ich möchte auf die Spieler eingehen, die er auf dem Weg dorthin geschlagen hat. Darunter befanden sich Weltklassespieler", so Becker.

Becker: Zverev lehnt sich nicht zurück

In den entscheidenden Momenten eines Matches verfällt Zverev nicht mehr in Passivität, die ihn in den zurückliegenden Jahren so viel gekostet hat. Den Schalter, welchen er für diese Entwicklung umlegen musste, war jedoch alles andere als klein.
Becker findet die Entscheidung für den aggressiveren Spielstil "mutig, weil er wird jetzt 29. Die erste Hälfte seiner Karriere ist vorbei. Die meisten lehnen sich dann zurück", sagte Becker.
Zverev habe sich an einem Scheideweg befunden: Behält er seinen Spielstil konsequent bei? "Dann bin ich unter den ersten fünf der Welt, hier und da in einem Halbfinale und Finale", nahm Becker die Position des Olympiasiegers in einem Gedankenspiel ein. "Oder will ich etwas riskieren? So mache ich vielleicht den ein oder anderen Fehler mehr, erhöhe aber die Chance auf einen Sieg - gerade gegen die Besten der Welt."
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Highlights: Zverev scheitert erneut an Sinner

Quelle: Perform

Letzten Endes hat sich Zverev für den zweiten Weg entschieden - und fährt nun bereits die ersten kleinen Ernten ein.
"Er hat den besten Aufschlag der Welt, geht offensiver ans Netz und erzwingt frühere und schnellere Ballwechsel", meinte Becker. "So macht es Spaß zuzuschauen."
Beim Monte Carlo Masters (5. bis 12. April) will der Weltranglistenvierte den nächsten Entwicklungsschritt machen - und das Fundament für einen Höhenflug bei den French Open legen (24. Mai bis 7. Juni live im Stream bei HBO Max). Und vielleicht klappt es ja in Paris mit dem ersehnten ersten Grand-Slam-Titel. "Es ist nur eine Frage der Zeit", blickte Becker in die Zukunft.
(mit SID)
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Sabalenka lässt Rybakina auch in Miami keine Chance

Quelle: Perform


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