Jannik Sinner läutet mit Carlos Alcaraz Monat der Wahrheit ein - Kampf um Platz eins der Weltrangliste spitzt sich zu

Carlos Alcaraz hat im Kampf um Platz eins der Weltrangliste mächtig an Boden verloren. Der Vorprung des spanischen Spitzenreiters auf seinen italienischen Rivalen Jannik Sinner ist nach dessen Sunshine Double in Indian Wells und Miami auf 1190 Punkte geschmolzen. In den kommenden Wochen kehrt die ATP-Tour auf Alcaraz' Lieblingsbelag zurück - und der Monat April bringt Wochen der Wahrheit.

Sinner spielt Rekord runter: "Bedeutet nichts"

Quelle: SNTV

Im Jahr 2026 sind Carlos Alcaraz und Jannik Sinner auf der ATP-Tour noch nicht aufeinandergetroffen. Um für Spannung der Extraklasse zu sorgen, müssen sie das aber auch nicht.
Exakt 3350 Punkte betrug der Abstand in der Weltrangliste zwischen den beiden nach den Australian Open, auf den ersten Blick schien Alcaraz an seinem Platz an der Sonne nicht so schnell unter Druck gesetzt werden zu können. Knapp zwei Monate später sieht die Sache aber anders aus, nur noch 1190 Punkte trennen die beiden.
Als erster Spieler der Geschichte tütete Sinner das Sunshine Double ohne Satzverlust ein und freute sich über ein Plus von 2000 Punkten auf seinem Konto. Alcaraz verließ die USA hingegen nur mit zusätzlichen 20 Zählern in der Tasche - ein Nackenschlag sondergleichen.
In Indian Wells und Miami "profitierte" Sinner von seiner letztjährigen Dopingsperre in diesem Zeitraum, eine Aufholjagd in der Weltrangliste war damit vorprogrammiert. Dieser Umstand lässt den anstehenden April auch zum Monat der Wahrheit werden.

Sinner verteidigt bis Rom keinen einzigen Punkt

"Ich möchte auf jeden Fall so bereit wie möglich für Monte Carlo sein", ließ Sinner auf der Pressekonferenz nach seinem Triumph in Florida verlauten. Mit dem Sandplatz-Masters nahe seiner Wahlheimat (5. bis 12. April) wird die Saison auf rotem Belag für ihn eingeläutet.
Dabei bietet sich ihm bereits die erste Chance auf die Rückkehr auf den Tennis-Thron.
Bis zum ATP-Masters in Rom zwischen 6. und 17. Mai verteidigt der viermalige Grand-Slam-Turniersieger nämlich keinen einzigen Punkt. Alcaraz geht im Monte Carlo Country Club in Roquebrune-Cap-Martin hingegen als Titelverteidiger an den Start.
ATP Masters: RundeRanglistenpunkte
Titel1000
Finale650
Halbfinale400
Viertelfinale200
Achtelfinale100
3. Runde50
2. Runde30
1. Runde10
Das führt zu folgender Situation: Sollte Sinner das dritte Masters hintereinander in dieser Saison für sich entscheiden, würde der Südtiroler unabhängig vom Abschneiden seines spanischen Rivalen auf Platz eins der Weltrangliste zurückkehren. Allein der Finaleinzug würde dazu reichen, wenn Alcaraz im Halbfinale oder früher scheitert.

Weltrangliste: Alcaraz muss "Sinner-Matchbälle" abwehren

Mit einer Titelverteidigung im Monte Carlo Country Club wäre die Sinner-Gefahr aber noch lange nicht gebannt - sondern nur der erste von gleich mehreren Matchbällen abgewehrt.
Bis zum Sandplatz-Masters in Rom kann der Italiener nämlich insgesamt 2500 Punkte abräumen, sollte er nach Monte Carlo auch das 500er-Turnier in Barcelona sowie das Masters in Madrid bestreiten. Alcaraz muss hingegen 1330 Zähler verteidigen.
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Highlights: Alcaraz scheidet überraschend gegen Korda aus

Quelle: SNTV

Vorteil Alcaraz: Auf rotem Belag war dem zweimaligen French-Open-Sieger in den vergangenen beiden Jahren kaum bis gar nicht das Wasser zu reichen. Im Jahr 2025 feierte der 22-Jährige 22 Siege in 23 Spielen auf Sand (95,7 Prozent) - inklusive des epischen Final-Krimis gegen Sinner im Finale von Roland-Garros.
Unter seiner phänomenalen Ausbeute von 4330 Punkten in vier Turnieren "leidet" Alcaraz nun ein Jahr später. Und angesichts des jüngsten Rückschlags in den USA darf seine Dominanz auf dem Platz hinterfragt werden.

Alcaraz muss "in die Spur finden"

Auf das Halbfinal-Aus gegen Daniil Medvedev in Indian Wells (3:6, 6:7) folgte in Miami der Tiefschlag: Gegen den an Nummer 32 gesetzten US-Amerikaner Sebastian Korda flog der Titelfavorit sensationell in der 3. Runde mit 3:6, 7:5, 4:6 raus.
"Plötzlich muss ich wieder in die Spur finden", merkte Alcaraz nach dem überraschenden Scheitern an. "Die Sandplatzsaison steht vor der Tür. Ich habe einige Turniere vor der Brust, auf die ich mich schon sehr freue."
In den USA stand ihm die abhandengekommene Spielfreude im Weg, auf seinem Lieblingsbelag soll sie wieder zurückkehren und Alcaraz erneut Flügel verleihen.
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Quelle: Perform

Einen kleinen Motivationsschub dürfte der siebenmalige Grand-Slam-Turniersieger in die kommenden jedenfalls mitnehmen. 65 Wochen durfte sich Alcaraz in seiner Karriere schon Nummer eins der Welt nennen, mit dem Auftakt des Monte Carlo Masters zieht er mit Sinner (66) gleich.
Sein Konkurrent aus Norditalien spielt dieses Kopf-an-Kopf-Duell wie gewohnt aber herunter. "Für mich hängt das große Ganze davon ab, wie ich auf dem Court spiele. Und dementsprechend sollte auch die Rangliste aussehen", hob der 24-Jährige hervor. "Jetzt geht es auf Sand weiter, wo wir alle wissen, wie stark Carlos dort ist."
Das Pendel dürfte im Monat der Wahrheit also wieder in eine andere Richtung ausschlagen.
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Quelle: Perform


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