Becker kritisiert Zverev, Fritz, Medvedev und Co. wegen Dominanz von Alcaraz und Sinner: "Wo ist der Rest?"

In seinem gemeinsamen Podcast mit Andrea Petkovic hat Tennis-Ikone Boris Becker die Spieler hinter Jannik Sinner, Carlos Alcaraz und Novak Djokovic scharf kritisiert. Der Abstand von Alcaraz und Sinner zum Rest sei zu groß - und wenn Djokovic in einem oder zwei Jahren zurücktrete, würde eine weitere große Lücke entstehen. "Diese Lücke zu schließen, ist eigentlich unmöglich", führte Becker aus.

Boris Becker und Wimbledon - die Zahlen zum Märchen in Grün

Quelle: Eurosport

Der dreimalige Wimbledonsieger nahm das US-Open-Viertelfinale zwischen Novak Djokovic und Taylor Fritz als Beispiel. Der US-Amerikaner musste sich dem elf Jahre älteren Grand-Slam-Rekordsieger in vier Sätzen geschlagen geben.
"Die Statistik Djokovic gegen Fritz ist 11:0. Nicht für den Amerikaner. Was für eine Lücke ist denn da sportlich? Wie gut oder nicht gut sind denn die anderen? Ich rede von allen anderen", so Becker.
"Es ist eine unglaubliche Statistik mit dem achten Grand-Slam-Sieg hintereinander von entweder Alcaraz oder Sinner. Aber wo ist denn der Rest, verdammt noch mal? Wir reden von Zverev, Draper, Fritz, de Minaur, Ruud, Rune, Medvedev, Rublev", echauffierte sich der Leimener.
Ein positives Beispiel sei der Auftritt von Félix Auger-Aliassime im Halbfinale gegen Sinner gewesen. "Da hat jetzt endlich mal einer nachgedacht, strategisch: 'Wie kann ich dem Sinner gefährlich werden?' Logischerweise nicht durch lange Ballwechsel an der Grundlinie. Das ist doch nicht Rocket Science. Man muss doch nicht Philosophie studieren", betonte Becker.

Becker: "Mir hat die Qualität nicht gefallen"

Andererseits habe auch der Kanadier - wie schon mehrere Spieler vor ihm - körperliche Probleme von Sinner nicht ausnutzen können. "Sinner hatte häufiger eine Verletzungspause, und dann kann er sich retten. Aber man muss sich fragen, ob er körperlich anfälliger als andere ist, und warum die anderen es nicht ausnutzen?", fragte der 57-Jährige.
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Boris Becker spricht Klartext

Fotocredit: Imago

Es störe ihn "etwas am Rest, dass die sich mit der zweiten, dritten Rolle zufriedengeben. 'Viertelfinale ist okay, Halbfinale ist okay.' Nein, es ist nicht okay, wenn du der beste Tennisspieler der Welt werden willst", monierte Becker.
"Mir hat die Qualität generell bei den US Open nicht gefallen - weder bei den Damen noch bei den Herren", zog die ehemalige Nummer eins der Weltrangliste ein negatives Fazit hinsichtliche des letzten Grand-Slam-Turniers des Jahres.
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Quelle: SID


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