Daniil Medvedev läutet am 28. Februar mit der Übernahme der Spitzenposition in der Weltrangliste eine neue Ära im Tennis ein.
Der Russe hätte den Coup mit einem Turniersieg in Acapulco auch aus eigener Kraft schaffen können.
Nach der überraschenden Viertelfinalniederlage von Novak Djokovic in Dubai gegen Außenseiter Jiri Vesely ist das aber nicht mehr nötig.
ATP Dubai
Djokovic unterliegt Nummer 123 der Welt und verliert Platz eins im Ranking
24/02/2022 AM 17:10
Medvedev wird die 440 Punkte Rückstand im Ranking wettmachen und am 20-fachen Grand-Slam-Turniersieger vorbeiziehen.
Eine Zäsur.

Highlights - so lief Djokovics vorerst letztes Match als Nummer eins

Seit der Ablösung von Andy Roddick als Nummer eins am 2. Februar 2004 haben mehr als 18 Jahre lang ausschließlich die sogenannten Big 4 um Novak Djokovic, Roger Federer, Rafael Nadal und Andy Murray das Ranking angeführt.

Ranglisten-Rekorde für Djokovic und Federer

Der Serbe hält mit 361 Wochen den Rekord vor Federer, der sich 310 Wochen lang der Spitze behauptete. Nadal stand 209 Wochen an Platz eins, Murray 41.
Federer wiederum stellte mit 237 Wochen ohne Unterbrechung auf Rang eins einen Rekord auf, während Djokovic das Jahr sieben Mal als Branchenprimus beendete - auch das ein Bestwert.
Der designierte Thronfolger Medvedev kämpft derweil in Acapulco weiter um den Titel. Im Viertelfinale bekommt es der 26-Jährige mit Yoshihito Nishioka aus Japan zu tun.

Djokovic enttäuscht: "Es war leider nicht mein Tag"

Djokovic zeigte sich indes nach seiner Niederlage und dem damit einhergehenden Verlust von Platz eins als fairer Verlierer. "Es war leider nicht mein Tag. Er hat besser gespielt und ist einfach auf seine Schläge draufgegangen", erklärte der 34-Jährige in Dubai.
Veselys Aufschlag sei "stark" gewesen. "Sein ganzes Spiel war stark. Wenn er die großen Schläge brauchte, hat er sie gemacht. Ich habe erwartet, dass ich auf einem höheren Niveau spielen würde, aber ich muss Jiri loben", so Djokovic.
Wie es in dieser für den Ausnahmespieler weitergeht, ist offen. Djokovics Vorhaben, sich auch in Zukunft nicht gegen das Coronavirus impfen zu lassen, schränkt die Auswahl der spielbaren Turniere extrem ein.
Medvedev aber habe sich den Sprung auf Platz eins verdient. Über Twitter übermittelte Djokovic seine Glückwünsche an seinen Nachfolger.
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