Wie der Gegner heißt, sei laut Becker dabei "eigentlich fast egal. Zverev scheitert an Zverev und nicht am Gegner."
Die deutsche Nummer eins musste sich zuletzt im Achtelfinale von Wimbledon dem an Position 16 gesetzten Kanadier Félix Auger-Aliassime nach 4:02 Stunden 4:6, 6:7 (6:8), 6:3, 6:3, 4:6 geschlagen geben.
Eine Niederlage, die sich Zverev laut Becker ein Stück weit selbst eingebrockt hatte. "Es war eine Achterbahnfahrt. Teilweise Weltklasse, teilweise gar nicht gut. Er macht nach wie vor die gleichen Fehler, das ist eben das nervige".
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Der Ex-Profi und dreimalige Wimbledon-Sieger verwies dabei auf Zverevs Anspruch "Grand Slams zu gewinnen" und betonte im gleichen Atemzug: "Ich finde, er hat das Potenzial dazu".
Gerade jetzt, wo mit Roger Federer, Rafael Nadal und Novak Djokovic die "Großen Drei so langsam aufhören" würden, erklärte er, sehe er den 24-Jährigen im Kreis der Jüngeren als führend an. Zverev müsse sich hinter keinem verstecken, so Becker.

Becker kritisiert: "Zverev macht immer die gleichen Fehler!"

Becker kritisiert: "Jedes Mal waren es die gleichen Fehler"

Im Podcast "Das Gelbe vom Ball" erklärte der Eurosport-Experte außerdem, wo sich der US-Open-Finalist aus dem Jahr 2020 noch verbessern muss, um bei den großen Turnieren endlich regelmäßig weit zu kommen. Dabei nahm der 53-Jährige kein Blatt vor den Mund und ging bei seiner Analyse noch weiter ins Detail.
So bleibe Zverev in kritischen Phasen zu passiv. "Er steht hinter der Grundlinie und hofft, dass er Gegner einen Fehler macht", monierte Becker und stellte klar: "Das langt gegen die schlecht Platzierten, aber die Besseren machen eben keinen Fehler."
Man könne das zwar im Training trainieren, viel wichtiger sei laut Becker aber, dass er es im Match zeigt. "Jedes Mal, wenn er verloren hat, waren es die gleichen Fehler", machte der sechsmalige Grand-Slam-Gewinner deutlich.
Derweil wartet der momentan erfolgreichste deutsche Tennisspieler weiter auf seinen ersten Grand-Slam-Titel. Die nächste Medaillenchance bekommt Zverev aber schon in Kürze, wenn er bei den Olympischen Spielen in Tokio im Ariake Tennis Park an den Start geht.

DAS GELBE VOM BALL: Der Tennis-Podcast von Eurosport

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