Davis Cup: Deutschland nach 2:1-Sieg gegen Österreich im Viertelfinale - Großbritannien wartet

Deutschland hat durch einen 2:1-Sieg gegen Österreich in Innsbruck das Viertelfinale im Davis Cup erreicht. Dominik Koepfer unterlag zunächst Jurij Rodionov 1:6, 5:7. Im Anschluss kam Jan-Lennard Struff gegen Dennis Novak zu einem 7:5, 6:4-Sieg. Das entscheidende Doppel gewannen Kevin Krawietz/Tim Pütz mit 6:3, 6:4 gegen Oliver Marach/Philipp Oswald. Im Viertelfinale wartet nun Großbritannien.

Das deutsche Davis-Cup-Doppel mit Kevin Krawietz und Tim Pütz

Fotocredit: Imago

Deutschland, das sich zum Auftakt überraschend mit 2:1 gegen Serbien um Grand-Slam-Rekordchampion Novak Djokovic durchgesetzt hatte, gewann damit die Gruppe F.
Dahinter belegte Serbien mit einem Sieg und einer Niederlage Rang zwei, Österreich folgte sieglos auf dem dritten Platz.
Der Weltranglisten-54. Koepfer war gegen den 85 Plätze schlechter klassierten Rodionov hingegen überhaupt nicht ins Match gekommen und fand keinen Rhythmus, den ersten Satz gab er in nur 26 Minuten ab.
Koepfer agierte viel zu verunsichert und fehlerhaft, der fünf Jahre jüngere Rodionov bot erst ab Mitte des zweiten Durchgangs Schwächen an - Koepfer durfte trotz zwei Satzbällen aber nur kurz ans Comeback glauben.

Struff bringt Deutschland den Ausgleich

Struff, der als klarer Favorit ins zweite Einzel gegen Novak ging, machte seine Sache besser. "Das Match war ziemlich hart, es lag ja ein bisschen Druck auf mir", sagte die deutsche Nummer eins: "Aber ich glaube, ich bin damit sehr gut umgegangen."
Der 31-Jährige spielte seine Klasse gegen den Weltranglisten-118. aus und brauchte nur 73 Minuten, um Deutschland wieder heranzubringen.
Mit einem Ass nutzte Struff gleich seinen ersten Matchball.

Krawietz und Pütz machen Viertelfinale klar

Krawietz/Pütz begannen dominant und legten gegen Marach/Oswald einen Traumstart hin. Nach gerade einmal neun Minuten führte das deutsche Doppel mit 3:0.
Der Grundstein zum Gewinn des ersten Satzes, den die beiden Deutschen nach 40 Minuten souverän unter Dach und Fach brachten.
Im zweiten Satz kamen Marach und Oswald besser zurecht, dennoch holten Krawietz und Pütz im siebten Spiel das Break zum 4:3. Die Vorentscheidung. Kurz darauf servierte Deutschland die Partie nach Hause.
"Ich bin sehr erleichtert, es hatte sich viel Druck aufgebaut", sagte Pütz: "Aber wir sind gut damit umgegangen." Kapitän Michael Kohlmann zeigte sich "stolz, dass wir durch diese schwierige Gruppe gekommen sind".
Gegen Österreich, das ohne den lange verletzten Starspieler Dominic Thiem antritt, weist Deutschland im Davis Cup damit weiter eine makellose Bilanz auf.

Deutschland im Viertelfinale gegen Großbritannien

Alle bisherigen fünf Begegnungen und nun auch der Vergleich in Innsbruck gingen an den Deutschen Tennis Bund (DTB), der in diesem Jahr auf Olympiasieger Alexander Zverev verzichten muss.
Deutschland bekommt es nun am Dienstag (ab 16:00 Uhr im Liveticker bei Eurosport.de) mit Großbritannien zu tun. Vor zwei Jahren in Madrid war im Viertelfinale gegen die Briten Endstation gewesen. "Ich will Revanche", sagte Kohlmann selbstbewusst.
Die Mannschaft um Cameron Norrie, Daniel Evans und die Doppel-Spezialisten Joe Salisbury/Neal Skupski setzte sich nach zwei Erfolgen gegen Frankreich und Tschechien in Gruppe C durch, die ebenfalls in Innsbruck spielte.
Serbien, am Samstag noch von Deutschland geschlagen, rettete sich indes als einer der zwei besten Gruppenzweiten ins Viertelfinale - am Ende gab ein mehr gewonnener Satz gegenüber Spanien (am Sonntag 1:2 gegen die "Russian Tennis Federation") den Ausschlag. Die Iberer schieden aus.

Davis Cup - Viertelfinals:

Mo., 29. November in Turin: Italien - KroatienDi., 30. November in Innsbruck: Großbritannien - DeutschlandMi., 1. Dezember in Madrid: Serbien - KasachstanDo., 2. Dezember in Madrid: RTF - Schweden
Halbfinals am 3./4. Dezember in Madrid, Finale am 5. Dezember in Madrid
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