Sein Schützling werde schon länger ungerecht behandelt, da ist sich Goran Ivanisevic sicher.
Und deshalb holte er nun zum großen Gegenschlag aus.
Djokovic sei im vergangenen Jahr "von einigen Medien mit allen verfügbaren Waffen verwüstet worden", schimpfte Ivanisevic im Interview mit dem Portal "Tennis Majors". "Das vergangene Jahr", fügte er lachend hinzu, "kam mir vor, als schaute ich diesen Film 'The Texas Chainsaw Massacre'."
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Der Vergleich mit dem berühmten Horrorstreifen über Kettensägen-Gemetzel ist freilich auch im Scherz gewagt - sein Fett bekam Djokovic in den zurückliegenden Monaten aber durchaus weg.

Ivanisevic sauer: "Das Perfideste und Traurigste"

Das Corona-Desaster bei seiner Adria-Tour im vergangenen Sommer, die Disqualifikation bei den US Open, die Vorwürfe über eine vorgetäuschte Verletzung bei den Australian Open - immer wieder stand der Weltranglistenerste in der Kritik.

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Vor allem die auch von Spielerkollegen geäußerten Zweifel an dieser Bauchmuskelverletzung, mit der Djokovic in Melbourne von der dritten Runde bis zum neunten Titelgewinn spielte, hinterließ im Lager des Serben seelische Wunden.
Dies sei das "Perfideste und Traurigste" gewesen, sagte Ivanisevic und klagte: "Ist ein anderer Topspieler verletzt, wird es als heroischer Akt angesehen, wenn er überhaupt auf den Platz geht. Aber wenn es Novak ist, dann täuscht er es vor."

Djokovic ein "mentaler Felsen"

Auch deshalb habe sich bei Djokovic die spezielle Mentalität entwickelt: Ich gegen den Rest der Welt. "Ich habe noch nie so einen mentalen Felsen wie ihn getroffen", sagte Ivanisevic, Wimbledonsieger von 2001: "Ich glaube, er ist einer der mental härtesten Sportler der Welt, nicht nur im Tennis. Wenn ihn alle abschreiben, findet er irgendwie eine neue Quelle der Energie."

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Djokovic lässt sich von Scharmützeln abseits des Courts ohnehin nicht aufhalten, er hat Größeres im Sinn: die wichtigsten Bestmarken in den Tennis-Geschichtsbüchern.
Schon am Montag zog er durch seine 310. Woche an der Spitze der Weltrangliste mit Federer gleich, in der kommenden Woche entreißt er dem Schweizer den Rekord.
Und über allem thront natürlich das Rennen um die meisten Grand-Slam-Titel. Zwei Siege fehlen Djokovic noch zu Nadal und Federer, und jeder Titel ist auch ein Zeichen an Kritiker und Zweifler. "Meine Antwort", sagte er jüngst in Melbourne, "ist der Gewinn der Trophäe."
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(SID)

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