Dominic Thiem hatte zuletzt am 22. Juni auf Mallorca ein Tennis-Match auf der ATP-Tour bestritten. Danach war es zum Bruch mit Alex Stober gekommen.
Thiem schilderte den Ablauf nun wie folgt: Nach seiner Handgelenksverletzung im Juni habe ihm ein spezialisierter Arzt in Barcelona gesagt, den Start bei den US Open könne er "sich abschminken".
Sein langjähriger Physiotherapeut Stober habe jedoch andere Vorstellungen von Thiems Rückkehr auf den Tennisplatz gehabt. Laut Thiem habe Stober "auf eigene Faust therapiert" und ihm Hoffnungen gemacht, bei den US Open doch das Unternehmen Titelverteidigung angehen zu können.
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So habe der 28-Jährige selbstverständlich auch anders trainiert. "Ich habe dann viel zu früh die Schiene runtergegeben. Dann sind auch die anderen Therapieformen ein bisserl falsch gelaufen. Ich hab dann eineinhalb Wochen gespielt und dann ist das wieder passiert, dass das Band wieder raushupft", sagte der Österreicher bei einem Medientermin am Mondsee.

Thiem gibt Fehler zu

So entschied sich Thiem schließlich zur Trennung von Stober. "Jeder macht Fehler, aber die Art und Weise, dass er es sich dann nicht eingestanden hat und irgendwie die Schuld auf mich und das andere Team zugewiesen hat, das war dann ein Vertrauensbruch und der Grund für die Trennung", erklärte der Österreicher.
Das diese lediglich öffentlich kommuniziert wurde, tue Thiem im Nachhinein leid.
Es seien auch ihm "ein paar Fehler passiert", sagte der 28-Jährige: "Mein Fehler war, dass ich ihn nicht angerufen habe."

Thiem beklagt "Watschn über die Medien"

Er sei allerdings auch nicht der Typ, "der gleich am selben oder nächsten Tag anruft und dann stundenlang über alle Probleme diskutiert". Stober habe ihm zudem gar keine Chance gegeben, weil er ihm "direkt die Watschn über die Medien mitgegeben" habe.
"Ich war sechs Jahre lang absolut loyal zu Dominic - und dann hat er nicht einmal die Courage, mir selbst mitzuteilen, dass wir nicht mehr zusammenarbeiten", wurde Stober nach der Trennung zitiert.
Thiem sagte nun, dass er diese Trennung nicht so stehen lassen wolle. Er betonte: "Natürlich war ich enttäuscht. Aber ich will das auf jeden Fall noch aussprechen, weil dazu war die ganze Zeit zu gut."

Thiem hofft auf Australian Open

Momentan trainiert der Österreicher im Athletic Performance Center in Salzkammergut und konzentriert sich voll und ganz auf ein "wieder voll funktionsfähiges" Handgelenk. Im Vordergrund stehe die Kräftigung und Flexibilisierung des Handgelenks, die zweite Schiene wurde erst vor etwa zwei Wochen entfernt.
"Es ist nur komisch", sagte Thiem: "Ich habe den Schläger jetzt acht Wochen nicht in der Hand gehabt. Es ist auch immer noch die kleine Blockade im Kopf bei dem Schnalzer bei der Vorhand, das wird sicher noch dauern, bis das weg ist."
Immerhin: Mittlerweile wurde für Thiem die wichtige Entscheidung getroffen, dass keine Operation nötig sei und er so ein früheres Comeback anvisieren kann. Das nächste große Ziel des Österreichers: die Australian Open im Januar 2022 (live bei Eurosport).
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