Alexander Zverev lässt keinen Zweifel aufkommen, wohin die Reise in Roland-Garros gehen soll.
"Ich denke schon, dass ich dieses Jahr Chancen habe", erklärte der 24-Jährige vor wenigen Tagen im Olympia-Podcast der "Sportschau".
Der Optimismus ist angebracht. Beim Masters in Madrid bezwang Zverev im Viertelfinale den 13-fachen French-Open-Champion Rafael Nadal und holte sich den Titel. Kurz darauf lieferte Deutschlands Nummer eins dem Sandplatzkönig auch in Rom einen großen Fight, wenngleich er dabei den Kürzeren zog.
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Für Mischa Zverev, der seinen jüngeren Bruder managt, ist klar: "Sascha erreicht das Finale - und da kann alles passieren."

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Die Leistungen geben das her, keine Frage. Hinzu kommt, dass Zverev in den ersten beiden Runden auf Qualifikanten trifft und in seiner Hälfte des Tableaus Nadal, Novak Djokovic und Roger Federer aus dem Weg geht.
Aus Sicht von Eurosport-Experte Boris Becker wäre das Umfeld des Weltranglistensechsten aber gut beraten, ein wenig auf die Bremse zu treten.
"Nichts gegen Mischa, aber man sollte jetzt den Ball flach halten. Sicher, Sascha ist gut drauf, aber zusätzlicher Druck muss nicht sein", so der 53-Jährige im Eurosport-Podcast "Das Gelbe vom Ball".

Becker: Bei Zverev drängt die Zeit

Becker glaubt aber auch, dass Zverev aus seiner Niederlage im Finale der US Open 2020 gegen Dominic Thiem gelernt hat. "Da denkt er jetzt dran, bis er wieder bei den US Open spielt. Das ist auch gut so. Du musst leiden und die Schmerzen spüren. Es ist gut, wenn dir das nicht egal ist."

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Denn bei allem Talent und seiner jungen Jahre dränge die Zeit, unterstreicht Becker. "Es wäre gut, wenn er in den kommenden zwei bis drei Jahren einen Grand-Slam-Titel holt. Noch jüngere Spieler wie Jannik Sinner holen auf."

Rittner sieht gute Chancen für Zverev

Eurosport-Expertin Barbara Rittner ist indes guter Dinge, dass es vielleicht schon in Roland-Garros klappt, wo Zverev in Runde eins im deutschen Duell auf Qualifikant Oscar Otte trifft. "Er wirkt auf mich unglaublich cool und vermittelt den Eindruck, dass er daran glaubt", so die 48-Jährige die beim Deutschen Tennisbund (DTB) als Head of Women's Tennis fungiert.
Rittner setzt sogar noch eins drauf und sagt: "Für mich ist Zverev so stark wie noch nie." Diese Aussage würde wohl auch Mischa Zverev unterschreiben.

Der komplette Podcast mit Becker, Rittner und Stach

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