Man kennt sich bestens aus Juniorentagen.
Wie schon in der 2. Runde mit Roman Safiullin trifft Alexander Zverev auch am Freitag (ab ca. 14:00 Uhr im Liveticker bei Eurosport.de) wieder auf einen alten Bekannten. "Laslo und ich haben bei vielen große Turnieren bei den Junioren gegeneinander gespielt", berichtete Deutschlands Nummer eins im Exklusiv-Interview mit Eurosport - und lieferte den Grund gleich mit, weshalb der Kroate so gefährlich ist in Paris. "Sand ist sein Lieblingsbelag und er hat in Runde zwei ein unglaubliches Match gespielt."
In der Tat lag Djere gegen seinen Landsmann Miomir Kecmanovic bereits mit 0:2-Sätzen zurück, ehe er aufwachte und die Partie noch 4:6, 4:6, 6:3, 6:2, 6:3 für sich entschied. Eine Erfahrung, die Zverev schon zum Auftakt machen musste, nachdem er gegen Oscar Otte ebenfalls vor dem Aus stand und das Spiel in fünf Sätzen drehte.
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Dennoch ist klar: Der Favorit heißt Zverev.

Djere peilt persönlichen Rekord an

Ein Blick auf den Karriereverlauf von Djere unterstreicht allerdings, warum der Hamburger auf der Hut sein muss. Der Weltranglisten-55. aus Serbien gewann bislang zwei Turniere, beide auf Sand. 2019 triumphierte er in Rio de Janeiro und im vergangenen Jahr siegte er in Cagliari, wo er vor knapp zwei Monaten erneut im Finale stand.

2. Runde: Zverev zeigt reife Leistung gegen Safiullin

In Roland Garros peilt der 25-Jährige nun einen persönlichen Rekord an. Noch nie kam Djere bei einem der vier Grand-Slam-Wettbewerbe ins Achtelfinale. Das bisherige Topergebnis stammt aus dem Jahr 2019, als er - natürlich in Paris - bis in die 3. Runde vorstieß.
Die Message ist klar: Der Mann darf nicht unterschätzt werden.

Zverev mit guten Erinnerungen an Djere

Mitte März beim ATP-Turnier von Acapulco kreuzten Zverev und Djere zum bisher einzigen Mal die Klingen auf der Tour, der Deutsche behielt mit 6:4, 6:3 die Oberhand. "Das war aber auf Hartplatz und was anderes", betonte Zverev im Gespräch mit Eurosport-Experte Boris Becker und Moderator Matthias Stach.

Sensationell: Zverev schließt Monster-Rally perfekt ab

Und auch wenn die Nummer sechs der Welt immer wieder gebetsmühlenartig wiederholte, er schaue "nur von Match zu Match", weiß er längst: Selten standen die Chancen so gut, sehr weit zu kommen in Roland-Garros.
Zverev surft, so scheint es, auf der perfekten Welle.

Zverev: Kein Top-Ten-Gegner in Sicht

Setzt er sich gegen Djere durch, wartet im Achtelfinale Kei Nishikori oder Henri Laaksonen. Im möglichen Viertelfinale käme es zu einem Duell mit Casper Ruud, Alejandro Davidovich Fokina, Fabio Fognini oder Federico Delbonis. Keiner dieser sechs Profis kommt aus den Top 15 der Weltrangliste.
Bevor sich Zverev allerdings mit diesen Kontrahenten beschäftigt, gilt es, Djere zu schlagen - und auch der hat noch jede Menge vor in Paris.
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