"Vor und nach jedem Match habe ich das Gefühl, dass sie da ist und sich um mich kümmert", sagte Krejcikova, der mit dem 7:5, 4:6, 9:7-Erfolg in einem hochdramatischen Duell gegen die griechischen Athletin Maria Sakkari Sensationelles gelungen war: "Ihretwegen bin ich hier und es ist mir wirklich wichtig, das laut auszusprechen."
Krejcikova ist die achte ungesetzte Spielerin seit Beginn des Profitennis 1968, die in Roland Garros ins Finale vorpreschte und nun die Favoritin Anastasia Pawljutschenkowa aus Russland am Samstag (15.00 Uhr/Eurosport und ServusTV) herausfordert.
Ihr gelang der Coup mit einem hohen Tennis-IQ, den sie Sakkaris Power entgegensetzte. Und sie bewies in der Partie über 3:18 Stunden, dass sie die mentale Kraft eines Champions aufbringen kann. Dabei hatte sie im Turnierverlauf offenbart, dass auch ihr der enorme Druck bei einem Major Probleme bereiten kann.
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Nach ihrem Achtelfinalerfolg gegen die US-Amerikanerin Sloane Stephens hatte Krejcikova von mentalen Schwierigkeiten vor dem Match berichtet. "Ich habe mich sehr gestresst gefühlt. Eine halbe Stunde vor der Partie wollte ich nicht auf den Platz gehen, weil ich mich wirklich schlecht fühlte", sagte die 25-Jährige. Sie habe sich im Physioraum eingeschlossen und mit ihrem Psychologen geredet. Sie habe Angst gehabt, nicht gut genug zu sein für Matches auf dem Niveau.

Novotna verleiht ihr bis heute Kraft

Krejcikova schaffte es, ihre Furcht zu überwinden, und fühlte sich nach dem Finaleinzug mental "einfach da", wie sie sagte: "Ich bin wirklich gereift. Ich schätze die Dinge einfach mehr. Besonders nach dem, was ich durchgemacht habe, auch mit dieser Pandemie und allem."
Dazu gehört auch der Verlust von Novotna, die 2017 im Alter von nur 49 Jahren einem Krebsleiden erlag. Drei Jahre zuvor hatte Krejcikova als Teenie den Mut aufgebracht, an der Tür der früheren Wimbledonsiegerin zu klingeln und sie zu fragen, ob sie ihr als Trainerin helfen kann.
Die gemeinsame Zeit verleiht ihr bis heute Kraft. Krejcikova wird auch vor dem Finale wieder an Novotna denken.
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(SID)

Auf der Linie oder nicht? Drama pur bei Matchball Krejcikova

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