French Open - Novak Djokovic: Der riskante Plan zahlt sich aus
Novak Djokovic hat seine Vorbereitung auf die French Open in diesem Jahr massiv umgestellt. Der Turniersieger von 2016 verzichtete auf eine frühe Anreise und spielte noch einen Tag vor Beginn des Sandplatzklassikers das Finale von Belgrad. "Ein sehr ungewöhnlicher Weg", wunderte sich Eurosport-Experte Boris Becker, der Djokovic von 2013 bis 2016 coachte. Allerdings: Der Plan könnte aufgehen.
Novak Djokovic - klappt's mit dem zweiten French-Open-Titel?
Fotocredit: Getty Images
Novak Djokovic ist eine Wette eingegangen.
Er hofft, dass ihm das Heimturnier in Belgrad mehr Energie gegeben als geraubt hat.
Während alle anderen Topspieler - ob sie nun Nadal, Zverev, Tsitsipas oder Medvedev heißen - die Woche vor Roland-Garros zur Vorbereitung nutzten, absolvierte Djokovic vier Matches und holte den Titel.
Lässt man den Fakt beiseite, dass in Belgrad nicht im langen Best-of-five-Modus gespielt wurde, dann hat der Weltranglistenerste schon jetzt ein ganzes Grand-Slam-Turnier in den Beinen. Sieben Partien in zwei Wochen.
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Spaßvogel Djokovic lobt Eurosport-Experte: "Sehr beeindruckend"
Quelle: Eurosport
Es sei "fantastisch" gewesen, "im Viertelfinale, Halbfinale und Finale vor Fans spielen zu können", berichtete Djokovic im Interview mit Eurosport-Experte Mischa Zverev. "Das hat mir sehr viel Energie und Unterstützung gegeben." Er sei der Überzeugung, "dadurch mehr Energie gewonnen als verloren zu haben, was mich hier hoffentlich durchs Turnier tragen wird."
Nach den ersten drei Runde von Paris muss man festhalten: Der Plan geht auf. Bislang.
Djokovic rauscht durchs Turnier
Djokovic cruist im Dominatoren-Modus durch den Wettbewerb. Tennys Sandgren, Pablo Cuevas und Ricardas Berankis fertigte er jeweils in drei Sätzen ab. In den ersten beiden Runden stand der Branchenprimus zwei Stunden auf dem Platz, in Runde drei waren es gar nur 92 Minuten.
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3. Runde: Djokovic macht wieder kurzen Prozess
Quelle: Eurosport
"Ich bin ja selbst mein größter Kritiker. Gegen Berankis, der sich gut bewegt und hervorragend aufgeschlagen hat, war das wirklich gut von mir. Das muss ich festhalten", gab Djokovic zu Protokoll.
Die Zweifel nach den überraschenden Niederlagen gegen Daniel Evans und Aslan Karatsev bei den Sandplatz-Turnieren von Monte-Carlo und Belgrad? Längst vergessen.
Das Selbstvertrauen ist zurück, der Superstar wirkt austrainiert, fit und vor allem: frei von Beschwerden.
Showdown mit Nadal im Halbfinale?
Im Vergleich zu den schärfsten Konkurrenten hat der 34-Jährige überdies schon "Zeit" gut gemacht. Rafael Nadal stand im Verlauf des bisherigen Turniers 70 Minuten länger auf dem Platz, bei Stefanos Tsitsipas (93) und Alexander Zverev (108) sind es sogar noch ein paar mehr.
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Weil er's kann: Musetti zieht Wahnsinnsshow gegen Cecchinato ab
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Im Achtelfinale bekommt es der 18-malige Major-Champion nun mit Lorenzo Musetti zu tun. Der 19-Jährige spielt erstmals in seiner Karriere im Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers, ist krasser Außenseiter gegen Djokovic. Setzt sich der Serbe durch, könnte es im Viertelfinale zum ewigen Duell mit Roger Federer kommen. Auch da wäre er Favorit. Das würde sich wohl erst im Halbfinale ändern, wenn es mutmaßlich zum Aufeinandertreffen mit Nadal kommt.
Auf der anderen Seite ist Djokovic neben Robin Söderling der einzige Spieler, der den Sandplatzkönig je in Roland-Garros schlagen konnte.
Becker mahnt: "Irgendwann ist die Kraft zu Ende"
Keine Frage, es könnte derzeit nicht besser laufen für die Nummer eins der Welt.
Nur einer hebt noch mahnend den Zeigefinger: Ex-Trainer Boris Becker. "Bis jetzt hat Novak alles richtig gemacht. Es muss aber noch eine Woche gespielt werden und irgendwann ist auch bei ihm die Kraft zu Ende. Er spielt jetzt sein bestes Tennis, also hat das Timing gepasst. Nur: Es steht erst die vierte Runde an und Novaks Ziel ist der Turniersieg", so der 53-Jährige.
Djokovic würde aber ohne Zweifel darauf wetten, dass die Kraft bis dahin reicht ...
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Zverev fordert im Hinblick auf Big 3: "Wir müssen es ihnen schwer machen"
Quelle: Perform
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