Roger Federer - Reaktionen zum Rückzug in Roland-Garros: "Für mich eine gute Nachricht"

Die Entscheidung von Roger Federer, die French Open vor dem Achtelfinale abzubrechen, ist gleichermaßen nachvollziehbar wie bedauerlich. "Das zeigt, dass er sein Comeback als Langzeitprojekt angelegt hat", erklärte Mats Wilander. "Das Match gestern gegen Dominik Koepfer war schon grenzwertig", urteilte Boris Becker. Eurosport.de fasst die Reaktionen zum Federer-Rückzug in Paris zusammen.

Roger Federer bei den French Open 2021

Fotocredit: Imago

"Roger hat uns auf der Pressekonferenz darauf hingewiesen, dass die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass er nicht mehr weiterspielen kann. Das finde ich fair", erklärte Boris Becker im Hinblick auf den Turnierabbruch des Schweizers.
"Bei jedem anderen Spieler", so der dreimalige Wimbledon-Champion, "hätte man gesagt: 'Wie kannst du nur den Koepfer aus dem Turnier werfen, der dann keine Chance hat, das Achtelfinale zu spielen.' Aber Roger hat sich diesen Nimbus erkämpft, ist vielleicht der beliebteste Spieler aller Zeiten."
Mats Wilander, der die French Open 1982, 1985 und 1988 gewann, sieht in Federers Entscheidung ein positives Signal.
"Für mich ist das eine gute Nachricht, denn es zeigt, dass er noch länger dabei sein wird", glaubt der Schwede. Federer begreife seine Rückkehr auf die Tour als "Langzeitprojekt".

Die Reaktionen zu Federers Rückzug:

Stefanos Tsitsipas (Nummer fünf der Welt, Viertelfinalist French Open 2021): "Ich habe gerade erst erfahren, dass sich Roger Federer aus dem Turnier zurückgezogen hat. Meine Reaktion ist: 'Wow!' Er hat gut gespielt, ich habe ein paar seiner Partien gesehen. Ich hatte das Gefühl, dass er körperlich voll da war und gut Tennis spielen kann. Das (den Rückzug, A.d.R.) finde ich überraschend."
Boris Becker (sechsmaliger Grand-Slam-Turniersieger): "Das lange Match gegen Dominik Koepfer war grenzwertig für Roger. Er hatte lange kein großes Turnier mehr gespielt, schon gar nicht über fünf Sätze auf Sand. Bei jedem anderen Spieler hätte man gesagt: 'Wie kannst du nur den Koepfer rauswerfen und dann aufhören?' Aber Roger hat sich diesen Nimbus erspielt. Er hat uns auf der Pressekonferenz darauf hingewiesen, dass die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass er nicht mehr weiterspielen kann. Das finde ich fair."
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"Wow!" Tsitsipas überrascht von Federers Rückzug

Quelle: Perform

Mats Wilander (dreifacher French-Open-Sieger): "Roger hat nach seinem Match ziemlich direkt über das Thema Rückzug gesprochen und wir haben alle gehofft, dass es nicht dazu kommen würde. Gleichzeitig zeigt diese Entscheidung, dass er sein Comeback als Langzeitprojekt angelegt hat. Für mich ist das eine gute Nachricht, denn es zeigt, dass er noch länger dabei sein wird. Er hat die Matches bekommen, die er gebraucht hat. Es wäre hart gewesen, gegen Matteo Berrettini anzutreten und danach vielleicht gegen Novak Djokovic oder Rafael Nadal. Roger mag alle Grand-Slam-Events und die verschiedenen Beläge, aber auf Rasen hat er die größten Aussichten auf Erfolg. Nun hat er mit Marin Cilic einen großartigen Spieler geschlagen und ein hartes Viersatzduell gegen Dominik Koepfer für sich entschieden. Federer hat also viele Big Points geholt, und das ist eine perfekte Vorbereitung auf die Rasensaison."
Mischa Zverev (Weltranglisten-277. und Australian-Open-Viertelfinalist von 2017): "Roger hat es in die zweite Woche geschafft und großartiges Tennis gespielt. Wenn er sich nicht zu 100 Prozent fit fühlt, möchte er nicht riskieren, sich zu verletzen oder eine schlechte Leistung zu zeigen. Das wäre nicht Roger - und deshalb hat er sich entschieden, besser auf das nächste Event zu warten. Nach so vielen Jahren auf dem Platz verstehst du deinen Körper genau. Jedes Mal, wenn du etwas spürst, weißt du, was das möglicherweise für deine Zukunft bedeutet. Daher will Roger vorsichtig und für die Rasensaison bereit sein. Ich denke, er hat diesbezüglich immer sehr kluge Entscheidungen getroffen. Ich glaube, dass er auch dieses Mal genau weiß, was er tut."
Barbara Rittner (ehemalige Nummer 24 der Welt): "Ich habe den Rückzug von Federer ein bisschen erwartet. Wenn man die Partie gegen Koepfer so angeschaut hat, dann wirkte Federer müde und kaputt. Ich hatte das Gefühl, dass er über eine Grenze gegangen ist."
Markus Zoecke(ehemaliger Davis-Cup-Spieler): "Das ist schade. Ich finde das nicht gut, es fühlt sich irgendwie nicht gut an."
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Mit dem Rücken zum Ball: Federer und Koepfer liefern Highlight-Rally

Quelle: Eurosport

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