French Open: Alexander Zverev und Daniil Medvedev - so klappt es mit der doppelten Entthronung von Novak Djokovic
Alexander Zverev hat sich mit einem starken Auftritt gegen Brandon Nakashima ins Achtelfinale der French Open gespielt. Der Olympiasieger darf weiter vom ersten Grand-Slam-Titel träumen, zumal er in der nächsten Runde gegen Bernabé Zapata Miralles haushoher Favorit ist. Daneben ist für Zverev, ebenso wie für Daniil Medvedev, ein weiterer Coup möglich: Die doppelte Entthronung von Novak Djokovic.
3. Runde: Zverev zweimal cool im Tiebreak - Highlights
Quelle: Eurosport
Alexander Zverev, so darf man annehmen, wird sich mit der möglichen Übernahme der Weltspitze derzeit nicht befassen. Das Thema wurde bereits vor den Australian Open diskutiert, der Hamburger hätte mit dem Turniersieg in Melbourne Platz eins im Ranking übernommen.
Es kam bekanntlich anders.
Dennoch ist Zverev zusammen mit Novak Djokovic und Daniil Medvedev einer von drei Spielern, der nach dem Klassiker von Roland-Garros an der Spitze stehen könnte.
Sah es nach Runde zwei, als Zverev bei Fünfsatz-Duell gegen Sebastián Báez einen Matchball abwehren musste, nicht nach Topform aus, so stellt sich die Situation nach dem überzeugenden 7:6 (7:2), 6:3, 7:6 (7:5) gegen Brandon Nakashima schon anders dar.
Zverev sicher: "Level deutlich gehoben"
Er habe sein "Level deutlich angehoben, es war ein sehr anderes Match als vorgestern", war Zverev sehr zufrieden. "So war es mir viel lieber, und ich habe die Atmosphäre hier genossen." Damit ist neben dem ersten Grand-Slam-Coup weiter auch Platz eins im Ranking möglich.
"Für Zverev und Medvedev wäre das eine Riesensache", sagt Eurosport-Experte Mats Wilander, der während seiner Laufbahn 20 Wochen lang den Platz an der Sonne innehatte. Anders sehe es bei Djokovic aus, der aktuell vorne ist. "Für ihn ist das das Tagesgeschäft", betont Wilander.
Djokovic muss fürchten, in Paris von seinen zwei Verfolgern gleich in doppelter Hinsicht entthront zu werden: als French-Open-Sieger und als Nummer eins der Welt.
So ziehen Zverev und Medvedev an Djokovic vorbei
Die Frage, was Zverev und Medvedev dafür tun müssen, ist indes nicht einfach zu beantworten. Umgekehrt gilt für Djokovic, dass er nach dem Stand der Dinge seine Position nur mit dem Turniersieg zu 100 Prozent absichern kann. Schon bei einer Niederlage im Endspiel könnte Medvedev vorbeiziehen.
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"Den wollte er so!" Zverev düpiert Nakashima
Quelle: Eurosport
Zverev braucht dagegen zwingend den Titel, will er sich den Traum von der Eins erfüllen - und auch dann hängt alles vom Abschneiden der beiden Konkurrenten ab. Er wolle in der Saison 2022 "noch einen Schritt weiter gehen und nach ganz oben kommen", hatte der 25-Jährige Ende vergangenen Jahres den Gipfelsturm als Ziel ausgerufen.
Im Unterschied zum Olympiasieger aus Hamburg kann Medvedev den Sprung an die Spitze aus eigener Kraft packen. Gewinnt der US-Open-Sieger auch in Roland-Garros, führt er das Ranking an.
Dazwischen sind eine ganz Reihe weiterer Konstellationen möglich, wie die Tabelle zeigt:
| SPIELER | ACHTELFINALE | VIERTELFINALE | HALBFINALE | FINALE | TURNIERSIEG |
| Novak Djokovic | 8590 Punkte | 8770 | 9130 | 9610 | 10410 |
| Daniil Medvedev | 8160 Punkte | 8340 | 8700 | 9180 | 9980 |
| Alexander Zverev | 7255 Punkte | 7435 | 7795 | 8275 | 9075 |
Die Prioritäten des Trios liegen aber anders, wie Wilander erläutert.
"Für alle drei geht es in Paris in erster Linie um den Grand-Slam-Titel. Für Novak, weil es den 21. bedeuten würde. Für Alex, weil es der erste wäre und für Daniil, weil er dann das eigentlich Undenkbare erreicht und auf Sand triumphiert hätte", so der siebenfache Major-Champion aus Schweden.
Nadal und Alcaraz mit großen Ambitionen
Letztlich ist ohnehin fraglich, ob es wirklich einer aus diesem Trio ist, der die Coupe de Mousquetaires am 5. Juni nach dem Finale in Händen hält.
Vor allem die Herren Nadal und Alcaraz dürften etwas dagegen haben. Die beiden Spanier haben jedenfalls einen "Vorteil" auf ihrer Seite: Sie müssen sich in Paris keinen Taschenrechner besorgen, um zu verfolgen, wie die Chancen auf Platz eins in der Weltrangliste sich im Turnierverlauf entwickeln.
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3. Runde: Nadal lässt gegen van de Zandschulp nichts anbrennen - Highlights
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