Angelique Kerber scheitert in Roland-Garros an Aliaksandra Sasnovich: "Energie war nicht mehr bei 100 Prozent"

Angelique Kerber ist bei den French Open in der 3. Runde an Aliaksandra Sasnovich aus Belraus gescheitert. Die dreimalige Grand-Slam-Turniersiegerin musste sich der 28-Jährigen nach einer Stunde und 29 Minuten mit 4:6, 6:7 (5:7) geschlagen geben. Damit bleibt der Sandplatzklassiker von Roland-Garros das einzige Major-Turnier, das Kerber in ihrer Karriere noch nicht für sich entscheiden konnte.

3. Runde: Kerber beißt sich an Sasnovich Zähne aus - Highlights

Quelle: Eurosport

"Ich habe alles versucht. Am Ende waren es ein, zwei Punkte, die entschieden haben", erklärte Angelique Kerber im Exklusiv-Interview mit Eurosport-Reporter Markus Paszehr.
"Meine Energie war nicht mehr bei 100 Prozent. Ich war oft einen Schritt zu langsam, meine Bälle zu kurz. Dazu hat sie von Beginn an eine solide Partie gespielt", so die 34-Jährige.
Kerber eröffnete die Partie mit einem Break - und fand dennoch nicht zu ihrem Spiel. Die Kielerin offenbarte eklatante Schwächen beim Aufschlag und agierte viel zu defensiv.
Die Folge: Sasnovich machte den Breakrückstand sofort wett und holte sich den ersten Satz.
"Die Belarussin hat eine klare Strategie, ist wesentlich aggressiver und hat ein X-faches an Winnern geschlagen", zog Eurosport-Expertin Barbara Rittner Zwischenbilanz.
In Zahlen ausgedrückt bedeutete dies: Sasnovich stand nach Satz eins bei 21 Winnern, Kerber bei deren zwei. "Dazu hat Sasnovich immer wieder die Vorhand mit Winkel und Spin kurz und cross gespielt - und ist dann nachgerückt", lobte Rittner.

Rittner: "Angie muss Emotionen wecken"

Was also war zu tun? "Angie muss die Emotionen wecken", forderte Rittner, die auch als Bundestrainerin beim DTB in der Verantwortung steht.
Tatsächlich sah es zu Beginn des zweiten Satzes so aus, als ob Kerber dies gelänge. Die Schwächen beim Aufschlagspiel blieben allerdings auf beiden Seiten vorhanden.
picture

Kerber wehrt Matchball ab - und muss sich doch geschlagen geben

Quelle: Eurosport

Die Entscheidung fiel im Tiebreak, der mit 7:5 an Sasnovich ging.
Damit sind alle deutschen fünf deutschen Spielerinnen, die den Sprung ins Hauptfeld geschafft hatten, aus dem Rennen.

Sasnovich: "Ich höre nur Angie-Angie-Rufe"

"Ich bin sehr glücklich, kann das gar nicht beschreiben", strahlte die Weltranglisten-47. nach der Begegnung. Der Einzug ins Achtelfinale ist der bislang größte Grand-Slam-Erfolg für Sasnovich.
Die Atmosphäre auf dem Court Simonne-Mathieu sei großartige gewesen, aber: "Ich habe nur Angie-Angie-Rufe gehört", stellte die Belarussin fest, fügte aber mit einem Lächeln an: "Sie ist eine großartige Spielerin." Und dann tönte tatsächlich auch noch ein Sasno-Ruf eines Fans durch die Arena.
Ende gut, alles gut für Sasnovich.
Das könnte Dich ebenfalls interessieren: Zverev in Sorge wegen Social Media: "Gibt viel mehr Hass"
picture

2. Runde: Achterbahnfahrt für Kerber gegen Jacquemot - Highlights

Quelle: Eurosport

Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung