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Holger Rune verteidigt sich nach Zoff bei den French Open mit Casper Ruud: "Roger Federer war 40-mal schlimmer"
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Publiziert 19/06/2022 um 18:32 GMT+2 Uhr
Holger Rune sorgte mit seinem Verhalten bei den French Open auch im Nachgang des Grand-Slam-Turniers für viel Gesprächsstoff. Nachdem der Däne bei seinem Viertelfinal-Aus (1:6, 6:4, 6:7, 3:6) mit seinem Gegner Casper Ruud aneinandergeraten war, zeigte er nun etwas Einsicht. Mit seinen 19 Jahren hätte er noch viel Zeit, ein besseres Image aufzubauen. Dabei zog er einen Vergleich zu Roger Federer.
Zoff mit der Box: Rune schickt die Mama raus
Quelle: Eurosport
Kabinen-Zoff, Eklat um Runes Mutter und Lügen-Vorwürfe aus beiden Lagern - sowohl während als auch nach dem Viertelfinale zwischen dem dänischen Shootingstar und Casper Ruud flogen so richtig die Fetzen. Vor allem Rune musste nach seinem denkwürdigen Auftritt ordentlich Kritik einstecken.
Rund zwei Wochen später ist der Unmut längst vergessen, das Kriegsbeil scheint begraben zu sein. Gegenüber "Ekstra Bladet" öffnete sich Rune nun aber und zog einen interessanten Vergleich.
Rune zufolge sei es durchaus nachvollziehbar, dass man gerade als junger Spieler auf der ATP-Tour nicht immer Herr der eigenen Emotionen ist - Ausraster zählen demzufolge zum Alltag. Auch die heutigen Granden des Sports hätten sich während ihrer ersten Schritte den ein oder anderen Fauxpas erlaubt. Darunter auch: Roger Federer.
"Wenn man Roger Federer als Jugendlichen gesehen hat, war er vielleicht 40-mal schlimmer als ich", sagte Rune. "Und er ist einer der beliebtesten Tennisspieler auf der Tour - ich denke also, dass ich noch viel Zeit habe, um mir noch ein besseres Image aufzubauen", führte er aus.
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Eisiger Handshake: Ruud schüttelt den Kopf über Flegel Rune
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Dass er in Paris über die Stränge geschlagen hat, sah Rune ein. "Ich habe eine extreme Leidenschaft für diesen Sport, und manchmal zeige ich sie zu sehr. Aber ich bin 19 Jahre alt. Ich bin noch jung, und ich arbeite jeden Tag daran, nur das Positive in meiner Einstellung hervorzuheben - und das ist ein Prozess", erklärte er weiter.
Federers Ex-Trainerin stützt Runes Aussagen
Runes Behauptungen decken sich mit den Aussagen von Madeleine Bärlocher, Federers ehemaliger Trainerin. In den 1980ern und frühen 1990ern war Bärlocher an der Seite des heute 20-maligen Grand-Slam-Champions.
Bärlocher beschrieb den jungen Federer vor rund einem Jahr als "launisch". Lief für den Schweizer alles am Schnürchen, sei alles in Ordnung gewesen. "Als er dann die großen Turniere begann, kam er nicht mehr so schnell voran. Plötzlich lag er frustriert am Boden und warf oft seinen Schläger", verriet sie.
Auch Federer habe - ähnlich wie Rune - viel geflucht. Aber das sei "das Los der jungen Spieler", zeigte sich Verständnis für etwaige Ausbrüche der Spieler.
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