"Ob es nun Gael Monfils war, der bei der Zeremonie nach dem Match daneben stand, man kann die Liste der Spieler durchgehen, die Grand Slams hätten gewinnen können und das auch getan hätten, aber diese drei sind die Größten aller Zeiten", erklärte der siebenmalige Grand-Slam-Sieger.
Die Big Three seien einfach "unglaubliche Tennisspieler und lassen die Jungs verrückt werden. Sie sind drei der größten Athleten aller Zeiten, und Jo war ein bisschen dahinter. Das hat ihm gegen sie einiges gekostet".
McEnroe ergänzte: "Sicherlich hätte er mit ein bisschen Glück gewinnen können, genauso wie Monfils und einige andere, aber diese Jungs sind sehr egoistisch und hartnäckig!"
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Auch Mats Wilander hätte Tsonga, der 2008 bei den Australian Open im Finale einem Grand-Slam-Erfolg am nächsten kam, durchaus einen Major-Titel zugetraut.

Szenen wie bei einem Staatsakt: Emotionaler Abschied von Tsonga

Wilander wundert sich über Tsonga

Doch gegen Djokovic verlor der Franzose damals 6:4, 4:6, 3:6, 6:7 (2:7). "Wie er 2008 das Finale der Australian Open erreichte und Nadal im Halbfinale schlug. Er spielte unglaublich aggressives Tennis, und dann gewann er im Finale den ersten Satz gegen Djokovic. Das war Tennis, wie ich es vorher noch nicht gesehen hatte. Er schlug den Ball so hart und das von beiden Seiten. Er ist so ein starker Typ", meinte die Tennis-Legende bei Eurosport.
Wilander habe daher nicht verstehen können, "warum er in den nächsten Jahren keinen Grand Slam gewonnen hat. Aber jetzt, nach 15 Jahren, in denen ich die großen Drei gesehen habe, gibt es natürlich eine Menge großartiger Spieler, die in dieser Generation keinen Grand Slam gewonnen haben". Nadal steht aktuell bei 21 Grand-Slam-Titeln, Djokovic und Federer jeweils bei 20.
Auch Mischa Zverev schwärmte von Tsonga. "Ich kann mich an keinen Tag erinnern, an dem er nicht mit einem Lächeln auf die Anlage kam. Er vielleicht keinen Grand Slam gewonnen und hat sich auf diesem Weg zur Legende gemacht. Trotzdem ist er ein Mensch, den alle lieben - egal, ob das Spieler oder Zuschauer sind. Er ist ein besonderer Mensch", meinte der Eurosport-Experte in der Sendung "Matchball".
Der Franzose "konnte hinten liegen oder schlecht spielen, aber er hat nie aufgegeben, hat immer gekämpft und war immer für einen Spaß zu haben. Er hat immer kreativ und mutig gespielt. So wie er sich nach einem Sieg gefreut hat, war er auch als Mensch", so Zverev. Tsonga gewann in seiner Karriere 18 ATP-Turniere, bei den Grand Slams kam er auf eine Final- sowie fünf Halbfinalteilnahmen.
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