Man sei sich darüber im Klaren gewesen, wie die Sympathien auf den Rängen im Halbfinale zwischen Rekordsieger Rafael Nadal und Novak Djokovic verteilt seien würden.
"Vor dem Match habe ich aus Respekt 80 Prozent angegeben, aber in Wirklichkeit waren es 99,9 Prozent des Publikums, das für Rafa war", erklärte Goran Ivanisevic.
Das Einzige, was ihm komplett gegen den Strich gegangen sei, waren die Buhrufe gegen Djokovic vor der Partie. "Ich meine, er ist die Nummer eins in der Welt und hat 20 Grand-Slam-Titel gewonnen. Es gibt keinen Grund, so etwas zu tun - ob man ihn nun mag oder nicht, man sollte ihn respektieren", forderte der Ivanisevic, der 2001 mit einer Wildcard den Titel in Wimbledon holte und heute als Trainer im Team Djokovic arbeitet.
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Der 35-Jährige habe zwar "gelernt, damit umzugehen", dass die Fans ein mitunter gespaltenes Verhältnis zu ihm hätten. "Das kann meiner Meinung nach aber keine Entschuldigung sein", stellte Ivanisevic klar.

Night Session Vorteil für Djokovic? "Völliger Blödsinn"

Überdies widersprach der Kroate der Darstellung wonach die Ansetzung des Halbfinals in der Night Session ein Vorteil für Djokovic gewesen sei.

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"Ich möchte eine Sache ansprechen, über die ich vor dem Match nicht sprechen wollte. Es ist völliger Blödsinn, dass es für Novak besser war, das Nachtmatch zu spielen. Wenn wir zwei Jahre zurückgehen, hat Nadal Roland-Garros im Oktober gewonnen, als die Temperatur zehn Grad betrug. Die Leute sagen, dass Novak am Abend der Favorit sei, aber das entbehrt jeder Grundlage. Ich glaube sogar, dass das Nachtmatch Rafa entgegenkam", führte Ivanisevic aus.
Ob dies der Fall war oder nicht: Am Ende hatte Nadal die besseren Karten und setzte sich im 59. Duell der beiden Superstars mit 6:2, 4:6, 6:2, 7:6 (7:4) durch.
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