French Open: Novak Djokovic holt durch Finalsieg gegen Casper Ruud den 23. Grand-Slam-Titel

Novak Djokovic hat bei den French Open Tennisgeschichte geschrieben und in seinem 34. Grand-Slam-Endspiel den 23. Titel geholt. Der Serbe bezwang Vorjahresfinalist Casper Ruud aus Norwegen im Finale von Roland-Garros 7:6 (7:1), 6:3, 7:5. Damit ist Djokovic nun alleiniger Rekordhalter bei den Major-Erfolgen vor Rafael Nadal (22) - und übernimmt am Montag wieder Platz eins in der Weltrangliste.

Finale: Djokovic steckt Fehlstart weg und triumphiert - Highlights

Quelle: Eurosport

"Ich bin sehr glücklich, diesen speziellen Moment meiner Karriere mit euch zu teilen", erklärte Novak Djokovic nach dem Coup in französischer Sprache auf dem Court Philippe-Chatrier.
"Es ist kein Zufall, dass ich meinen 23. Grand-Slam-Titel hier gewonnen habe, denn das war immer das schwierigste Turnier für mich. Ich bin sehr, sehr stolz."
Djokovic tat sich überraschenderweise schwer, in die Partie zu finden. Es waren gerade einmal zwei Spiele absolviert, da hatte der Serbe bereits sieben unerzwungene Fehler auf dem Konto und lag mit 0:2 zurück.
"Das ist alles noch etwas schwerfällig bei Novak. Er ist noch nicht angekommen im Match", wunderte sich Djokovics ehemaliger Trainer Boris Becker bei Eurosport.
picture

Djokovic im Eurosport-Interview: "GOAT? Nenn mich Novak ..."

Quelle: Eurosport

Ruud wirkte indes fokussiert, machte so gut wie keinen Fehler in der Anfangsphase. So führte der Norweger nach 22 Minuten mit 3:0.
"Casper macht das sehr cool hier in seinem zweiten Finale in Roland-Garros, er hat offenbar viel gelernt aus seinem ersten", lobte Becker und spielte damit auf die deutliche Endspiel-Niederlage von Ruud vor einem Jahr gegen Rafael Nadal an.

Djokovic-Break Wendepunkt im Finale

Gegen Djokovic aber übernahm der 24-Jährige die Initiative und zog auf 4:1 davon. "Die Vorhand von Ruud ist besser als jene von Djokovic", analysierte Becker.
picture

Was ist mit Djokovic los? Bitterer Fehler im Finale gegen Ruud

Quelle: Eurosport

Tatsächlich war es beeindruckend, wie mutig und präzise der Weltranglistenvierte aus Oslo sein Spiel gegen den Rekord-Grand-Slam-Champion aufzog - bis auch er Nerven zeigte.
Ruud streute erste Fehler ein und verlor prompt sein Aufschlagspiel zum 3:4. Kurz darauf war Djokovic wieder da (4:4).

Djokovic schaltet im Tiebreak in den Weltklasse-Modus

Als es in den Tiebreak ging, zeigte der 36-Jährige einmal mehr, warum er für viele der beste Tennisspieler der Geschichte ist. Djokovic schaltete mindestens einen Gang hoch und überrollte Ruud mit 7:1.
picture

Djokovic kritisiert Schiedsrichter im Finale: "Warum so eilig?"

Quelle: Eurosport

"Novaks absolute Weltklasse kommt immer dann hervor, wenn es am wichtigsten ist. Casper war bislang der bessere Spieler. Er hat den ersten Satz verloren, Novak hat ihn nicht gewonnen", urteilte Becker.
Ruud war nun angeknockt, musste das erste Spiel im dritten Durchgang abgeben und geriet 0:3 in Rückstand. Djokovic spielte seine Erfahrung und Klasse aus, ließ keinen Breakball zu und brachte den zweiten Satz sicher mit 6:3 nach Hause.
picture

Becker zu Djokovic: "Richtig, dass er wieder die Nummer eins ist"

Quelle: Eurosport

Ruud wirft alles in die Waagschale - vergeblich

Man muss Ruud zugutehalten, dass er weiterhin alles versuchte, um dem Endspiel doch noch eine Wendung zu geben. Der 24-Jährige zeigte sich verbessert im dritten Satz, wehrte beim Stand von 1:1 eine Breakmöglichkeit von Djokovic ab. "Casper spielt jetzt besser", befand Eurosport-Experte Becker.
picture

Final-Spektakel! Tweener von Ruud, Djokovic patzt am Netz

Quelle: Eurosport

Das Publikum stand nun aufseiten von Ruud, es gab hier und da Pfiffe gegen Djokovic - selbst, als dieser einen Netzroller schlug. Der Belgrader konnte sich weiterhin auf seinen sehr guten Aufschlag verlassen. Im Spiel zum 5:5 gelang dem Superstar das elfte Ass, Ruud stand zu diesem Zeitpunkt bei deren vier.

Becker: "Djokovic ist der König der Löwen"

Wenige Minuten später fiel die Vorentscheidung: Djokovic nahm dem Herausforderer das Spiel zum 6:5 zu null ab. Bei eigenem Aufschlag machte der Serbe nach 3:13 Stunden den historischen Coup perfekt - und sank auf die terre battue von Roland-Garros.
picture

Mehr Weltklasse geht nicht: Djokovic holt entscheidendes Break

Quelle: Eurosport

"Jetzt ist er der König der Löwen - endgültig", huldigte Becker seinem ehemaligen Schützling, den er von 2013 bis 2016 coachte. "Wir haben Tennis- und Sportgeschichte erlebt und ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendwann ein Spieler mehr gewinnt."
picture

Matchball, Emotionen, Rekord - Djokovic am Ziel aller Träume

Quelle: Eurosport

Das könnte Dich ebenfalls interessieren: Kuriose Kritik von Djokovic an Final-Schiedsrichter Dumusois
picture

Im Finale überlistet: Ruud cleverer am Netz als Djokovic

Quelle: Eurosport

Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung