French Open - Provokation nach Buhrufen: John McEnroe reagiert auf Verhalten von Taylor Fritz: "Habe es geliebt"

John McEnroe zeigte sich beeindruckt von Taylor Fritz, der sich nach seinem Zweitrundenerfolg gegen Arthur Rinderknech mit dem französischen Publikum angelegt hatte. Den zahlreichen Buhrufen entgegnete der Amerikaner mit dem Finger auf den geschlossenen Lippen. Eurosport-Experte McEnroe sagte, er habe die Reaktion von Fritz "geliebt" und sein Landsmann habe die Szene "unglaublich gut gehandhabt".

Fritz provoziert französisches Publikum nach Buhrufen

Quelle: Eurosport

Die Emotionen kochten am Donnerstagabend hoch auf dem Platz Suzanne-Lenglen. Gerade eben hatte Fritz seinen Matchball zum Sieg gegen Rinderknech (2:6, 6:4, 6:3, 6:4) verwandelt, da fachte er mit provokanten Gesten gegenüber dem Publikum ein regelrechtes Pfeif-Konzert an.
Auch beim anschließenden On-Court-Interview wiederholte sich das gleiche Spiel, Marion Bartoli kam wegen der anhaltenden Buhrufe kaum zu Wort. Der siebenmalige Grand-Slam-Gewinner McEnroe fand allerdings nur positive Worte für seinen Landsmann.
"Ich weiß, wie es ist, wenn die Fans gegen einen sind. Deshalb: Respekt an Taylor. Ich liebe das", sagte McEnroe. "Ein unfreundliches Publikum kann extrem einschüchternd sein, aber auch extrem inspirierend. Man kann die negative Energie für sich nutzen."
Der 64-Jährige kennt Fritz noch aus seiner Zeit als Laver Cup Captain und bescheinigte dem Kalifornier große Souveränität: "Wenn man Fritz kennt, weiß man, dass er so ist. Er ist sehr selbstbewusst und das kann er auch sein, das muss man sein als Top-Spieler."
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Gellendes Pfeifkonzert: Fritz-Interview muss abgebrochen werden

Quelle: Eurosport

Wilander: "Fans sind mit Leidenschaft dabei"

Eurosport-Experte Mats Wilander wollte das Geplänkel des Amerikaners mit dem Publikum nicht überbewerten: "Ich denke nicht, dass die Fans unbedingt andere Spieler ausbuhen wollen. Aber sie sind einfach mit sehr viel Leidenschaft dabei." Über Fritz sagte der Schwede aber auch: "Er ist sehr gut damit umgegangen."
Ob die französischen Zuschauer ihren Lokalmatadoren überhaupt einen Gefallen tun, wenn sie lautstark die jeweiligen Gegner ausbuhen, bezweifelte der 58-Jährige hingegen. Seiner Meinung nach würde das die Gegner eher noch anstacheln.
Umso mehr betrauert Wilander es, dass sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern bereits alle französischen Teilnehmer ausgeschieden sind. "Das tut dem Turnier nicht gut", erklärte er.
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2. Runde: Fritz trotzt Rinderknech im Hexenkessel - Highlights

Quelle: Eurosport

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