French Open: Thanasi Kokkinakis fährt Schiedsrichterin Katarzyna Radwan-Cho wegen verweigerter Toilettenpause an
Thanasi Kokkinakis hatte während seiner Drittrundenpartie bei den French Open gegen Karen Khachanov richtig schlechte Laune - und das lag nicht nur an der sich anbahnenden Niederlage. Vielmehr versuchte der Australier von Stuhlschiedsrichterin Katarzyna Radwan-Cho eine zweite Toilettenpause zu bekommen. Als die Polin dies regelkonform verweigerte, wurde Kokkinakis ausfällig.
'Do you want me to p*** on the floor?' - Kokkinakis unhappy over toilet breaks
Quelle: Eurosport
"Wollen sie, dass ich hier auf den Boden pinkle? Ist es das, was sie wollen?", herrschte Thanasi Kokkinakis die Unparteiische an.
Dabei hatte sich Katarzyna Radwan-Cho nur an das Regelwerk gehalten. Kokkinakis hatte bereits nach dem ersten Durchgang eine Toilettenpause genommen, eine zweite gibt es erst, wenn die Partie in den fünften Satz geht - was nicht der Fall war.
"Sie sagen mir also, ich habe nur 50 Sekunden. Können sie nicht einfach realistisch sein und mir etwas Anständiges geben?", polterte Kokkinakis. Da der 27-Jährige keine der mindestens dreiminütigen Toilettenpausen mehr übrig hatte, musste er mit der normalen, wesentlich kürzeren, Pausenzeit zwischen zwei Sätzen auskommen.
Kokkinakis wiederum war der Meinung, dass ihm generell zwei Toilettenpausen pro Partie zur Verfügung stünden. Ein Irrtum, der die Emotionen hochkochen ließ auf Court Simonne-Mathieu.
Barbara Schett, einst die Nummer sieben der Weltrangliste, konnte sich da nur wundern. "Thanasi ging ja schon im ersten Satz raus, aber warum muss er so oft raus? Das ist meine Frage", so die Österreicherin bei Eurosport.
Robson: "Wenigstens ist es nicht auf dem Platz passiert"
Europort-Expertin Laura Robson, die 2012 Olympia-Silber im Mixed-Doppel mit Andy Murray gewann, zeigte indes Verständnis für Kokkinakis. Man müsse sprinten, wolle man es in einer normalen Satzpause auf die Toilette und zurück schaffen.
"Das Problem ist, dass die Bäder auf Simonne-Mathieu nicht so nah liegen wie auf Chatrier und Lenglen. Man sieht ihm seine Frustration an, weil er versucht, so schnell wie möglich dorthin zu kommen, aber das ist physisch nicht machbar", erklärte die Britin, die der Szene immerhin einen positiven Aspekt abgewinnen konnte: "Wenigstens ist es nicht auf dem Platz passiert!"
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Matchball-Drama! Kokkinakis und Khachanov liefern Spektakel
Quelle: Eurosport
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