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French Open 2024: Alexander Zverev bespannt Schläger weich wie nie - Kohlschreiber und Ebrahimzadeh erklären Grund
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Update 31/05/2024 um 20:13 GMT+2 Uhr
Alexander Zverev hat bei den French Open im Hinblick auf die Bespannung seines Schlägers extreme Maßnahmen ergriffen. "Ich habe noch nie so tief meinen Schläger bespannt", verriet der 27-Jährige im Eurosport-Interview. Er sei im Vergleich zum Masters in Rom von 23 Kilogramm auf 18,5 heruntergegangen. "Das ist eine Welt", staunt Philipp Kohlschreiber und erklärt die Hintergründe der Anpassung.
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Quelle: Eurosport
"Ich bin im Vergleich zu Rom viereinhalb Kilogramm bei der Bespannung runtergegangen", betonte Alexander Zverev nach seinem Zweitrundenerfolg gegen David Goffin bei Eurosport.
In der italienischen Hauptstadt hatte der Hamburger eine Woche vor Beginn der French Open seinen sechsten Masters-Titel geholt.
Dennoch hat sich der Olympiasieger in Roland-Garros dafür entschieden, die Bespannung seines Schlägers massiv umzustellen. Aus gutem Grund, wie Ex-Profi Philipp Kohlschreiber und Proficoach Benjamin Ebrahimzadeh erläutern.
"Prinzipiell passt man bei kälteren Temperaturen das Material an. Man geht bei der Bespannungshärte etwas runter, sodass man einen höheren Trampolineffekt hat und der Ball etwas mehr rausgeschleudert wird. Je wärmer es wird, desto härter bespannt man, um genau das zu vermeiden - und quasi mehr ein Brett im Schläger und mehr Kontrolle für den Ball zu haben", sagt Ebrahimzadeh, der unter anderem schon Angelique Kerber und Dominic Thiem trainierte.
Kohlschreiber: "Vier Kilo sind Wahnsinn"
"Sascha sagt ja oft, dass er da sehr feinfühlig ist und manchmal 0,25 kg oder maximal ein halbes Kilogramm rauf- oder runtergeht. Vier Kilo sind wirklich Wahnsinn", führt Kohlschreiber aus.
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Dennoch könne er gut nachvollziehen, warum Zverev dermaßen stark an der Bespannung tüftelt. "Er spielt jetzt schneller mit mehr Topspin. Das spricht dafür, dass er nun weicher bespannt. Umso weicher, umso mehr Trampolin, umso mehr arbeiten die Saiten."
Allerdings, sagt Ebrahimzadeh, gebe es Profis, die "überhaupt nicht wechseln und stringent bei ihrer Besaitungshärte bleiben. Die lösen es dann über ihr Spiel, ihre Intensität und die Härte der Schläge."
Ebrahimzadeh: "Was Sascha macht, ergibt Sinn"
Aus seiner Sicht sei es gerade in Roland-Garros aber sinnvoll, die Härte zu verändern. "In Paris hast du mit der Luft und dem Regen, der den Platz sehr langsam macht, sowie den kalten Temperaturen zwei wichtige Faktoren. Von daher ergibt das, was Sascha macht, absolut Sinn", stellt der 44-Jährige klar.
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"Die Bedingungen sind hier der größte Faktor", stimmt Kohlschreiber zu. Die Bälle gingen auf, "der Filz wird haariger, der Ball wirkt größer". Er selbst würde in solchen Fällen die Härte der Bespannung ebenfalls herunterschrauben.
Auf den ersten Blick mag Zverev mit einer Reduzierung um 4,5 kg massiv agieren, trotz allem bestehe keine Gefahr, dass er sich das Leben damit schwerer mache, wie Ebrahimzadeh unterstreicht: "Das ist kein Risiko, das ist genau geplant."
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