French Open 2024: Alexander Zverev zieht nach Dreisatzsieg über David Goffin in die dritte Runde ein
VonThomas Gaber
Update 30/05/2024 um 18:55 GMT+2 Uhr
Alexander Zverev steht in der dritten Runde der French Open 2024. Der an Nummer vier gesetzte Deutsche besiegte den Belgier David Goffin nach 2:23 Stunden 7:6 (7:4), 6:2, 6:2. Nach seinem Dreisatzsieg zum Auftakt gegen Rafael Nadal bleibt Zverev in Paris weiter ohne Satzverlust. In Runde drei trifft der 27-Jährige auf den an Nummer 26 gesetzten Tallon Griekspoor aus den Niederlanden.
2. Runde: Zverev dominiert auch gegen Goffin - Highlights
Quelle: Eurosport
Nach dem "Finale" gegen Nadal hatte Zverev gesagt, dass die French Open für ihn jetzt neu beginnen würden. Entsprechend schwierig gestaltete sich der erste Satz bei für Zverev ungünstigen Bedingungen.
"Das Dach hilft natürlich, aber bei Regen und 14 Grad ist es nicht einfach für mich. Der Ballabsprung ist extrem tief, alles ist sehr, sehr langsam", sagte Zverev exklusiv bei Eurosport. Der Deutsche hielt zwar sein Service, leistete sich aber 13 unerzwungene Fehler, die meisten mit der Vorhand.
"Er ist etwas zu früh am Ball bei der Vorhand", urteile Eurosport-Experte Boris Becker. "Sascha ist ungeduldig und wartet nicht, bis der Ball bei ihm ist." Generell hatte Becker den Eindruck, "dass Zverev nicht hundertprozentig bei der Sache ist."
Dazu passt, dass sich Zverev Mitte des ersten Satzes beim Schiedsrichter über ein Leck im Dach des Court Suzanne-Lenglen beschwerte, durch das es leicht auf den Platz tröpfelte.
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Neues Dach leckt! Bei Zverev regnet's rein
Quelle: Eurosport
Zwei Breaks in den Sätzen zwei und drei
Den Satz konnte der Deutsche dennoch im Tiebreak für sich entscheiden. Er profitierte dabei beim Stand von 1:2 von einem leichten Vorhandvolleyfehler seines Gegners.
"Gegen David war es für mich in der Vergangenheit nicht ganz einfach (3:2-Bilanz vor dem Spiel, Anm. d. Red.), er ist ein unglaublicher Spieler. Das haben wir auch im ersten Satz gesehen, den ich glücklicherweise gewonnen habe", sagte Zverev im On-Court-Interview.
Goffin konnte allerdings nur im ersten Satz mithalten. Dank zwei Breaks sicherte sich Zverev nach 1:37 Stunde auch Durchgang zwei. "Goffin fightet, aber Sascha ist jetzt der klar bessere Spieler", sagte Becker.
Während Zverev seine Fehlerquote bei der Vorhand minimierte, zeigte er wie schon gegen Nadal überragende Schläge mit der Rückhand. "Über seine Rückhand müssen wir uns nicht unterhalten - die ist absolute Weltklasse", stellte Becker klar.
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"Hammer!" Zverev mit Spitzen-Reflex am Netz
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Zverev: "Bin zufrieden mit meinem Level"
Im dritten Satz wehrte Zverev beim Stand von 1:2 einen Breakball ab und war von dort an nicht mehr aufzuhalten. Erneut nahm er Goffin zweimal den Aufschlag ab und verwandelte nach 2:23 Stunden seinen ersten Matchball.
"Ich bin zufrieden mit meinem Level. Es ist emotional etwas anderes, als wenn man gegen Nadal spielt. Man muss runterkommen, sich auf sein Ding konzentrieren und ich finde, dass ich das gut gemacht habe", sagte Zverev bei Eurosport.
Geholfen habe ihm einmal mehr die gute Stimmung in Roland-Garros.
"Seitdem wir hier zwei Dächer haben, ist die Atmosphäre noch elektrisierender. Ich liebe jede Sekunde, ich liebe es auch, wenn die Zuschauer gegen mich sind. Den Lärm im Match gegen Rafa zu erleben, einfach nur ein Teil davon zu sein, war etwas Besonderes. Und es ist sogar noch besser, wenn die Fans für mich sind", erklärte Zverev unter dem Jubel der Zuschauer.
Der nächste Gegner des Masters-Siegers von Rom heißt Tallon Griekspoor. Der an Nummer 26 gesetzte Niederländer besiegte Luciano Darderi aus Italien 7:6 (7:2), 6:3, 6:3.
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Becker-Analyse: So kam Zverev zum klaren Sieg gegen Goffin
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