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French Open: Alexander Zverev greift gegen Carlos Alcaraz nach dem Titel in Roland-Garros - eine historische Chance
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Update 09/06/2024 um 01:01 GMT+2 Uhr
Alexander Zverev nimmt bei den French Open einen Titel ins Visier, dessen Strahlkraft enorm wäre. Für den Hamburger, für das deutsche Tennis, für das Turnier. Denn: Ein Champion aus Deutschland findet sich in der Siegerliste der Männer in Roland-Garros seit Beginn der Open Era 1968 nicht. "Es ist eine historische Chance", stellt Eurosport-Experte Boris Becker die Bedeutung des Matches heraus.
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Alexander Zverev ist klar, was die Stunde geschlagen hat. "Wenn nicht jetzt, wann dann?", fragte der Olympiasieger nach dem Einzug ins Endspiel.
Gemeint hat er damit seinen ersten Grand-Slam-Titel, den er seit Jahren anstrebt und nun realisieren möchte.
Bislang kam immer etwas dazwischen. Mal brachte er eine Zweisatz- und Breakführung nicht ins Ziel, wie 2020 im Endspiel der US Open gegen Dominic Thiem. Mal zog er sich eine schwere Verletzung zu, wie bei den French Open vor zwei Jahren im Halbfinale gegen Rafael Nadal. Mal waren die Gegner einfach in besserer Verfassung und versperrten ihm den Weg zur Major-Krone.
In Paris will Zverev diese letzte große Lücke seiner Titelsammlung schließen - und jene der deutschen Männer gleich mit. Denn: Weder Boris Becker noch Michael Stich, Rainer Schüttler oder Tommy Haas gelang es, die Coupe des Mousquetaires zu holen.
Steffi Graf vor 25 Jahren - und jetzt Zverev?
Stich war seit Beginn der Open Era noch am nächsten dran, unterlag aber 1996 im Endspiel dem Russen Yevgeny Kafelnikov. Erschwert wurde die Mission in den vergangenen 19 Jahren durch die Tatsache, dass mit Rafael Nadal (14), Novak Djokovic (3), Roger Federer (1) und Stan Wawrinka (1) vier Spieler im Alleingang die Titel unter sich aufteilten.
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Zverev exklusiv: "Ich freue mich fünf Minuten und dann ..."
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So blieb es der "Gräfin" vorbehalten, für deutsche Erfolge am Bois de Boulogne zu sorgen. Sechsmal triumphierte Steffi Graf bei den French Open. Aber auch das ist ein Vierteljahrhundert her.
Henman: "Zverev im Finale der Underdog"
Zahlen und Fakten, die unterstreichen, welche Dimension die Chance hat, die sich Zverev im Finale gegen Carlos Alcaraz (Sonntag ab 14:30 Uhr im Liveticker) bietet. Darüber, wie große die Möglichkeit tatsächlich ist, ist man in der Szene indes komplett unterschiedlicher Auffassung.
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Mischa Zverev exklusiv: Das erwartet Sascha im Finale gegen Alcaraz
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"Ich denke, dass Zverev im Finale der Underdog ist, weil Alcaraz so gut spielt", stellt der ehemalige French-Open-Halbfinalist Tim Henman im Exklusiv-Interview mit Eurosport unverblümt fest.
"Sascha ist großartig, aber Carlitos hat das spezielle Etwas", glaubt der einstige Roland-Garros-Finalist Álex Corretja, der den Sandplatz-Klassiker als TV-Experte für Eurosport begleitet. Zverev habe er mehr bei den US Open als Titelkandidaten auf der Rechnung.
Becker macht Zverev Mut: "Ein gutes Gefühl"
Becker sieht die Situation ein wenig anders. Zverev wirke "sehr ruhig, sehr konzentriert", lobt die Tennis-Ikone. "Ich habe ein gutes Gefühl." Er habe dem 27-Jährigen "auch gesagt, dass Carlos gegen Jannik Sinner nicht gut begonnen hat, dass der Italiener den ersten Satz dominierte".
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Becker macht Zverev Mut vor Finale: "Historische Chance"
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Die Message ist klar: Alcaraz mag der leichte Favorit sein, weil er im Ranking besser dasteht und bereits zweimal einen Grand-Slam-Wettbewerb gewonnen hat - in der aktuellen Form aber ist der Hamburger allenfalls auf dem Papier der Außenseiter.
Corretja: "Bestes Endspiel, das wir bekommen konnten"
Das sieht auch Corretja so. "Mental ist Zverev ein Fels, physisch eine Rakete", stellt der Spanier bewundernd fest. Und auch Henman, der Alcaraz leichte Vorteile gibt, sieht eine besondere Chance für Zverev. "Sein Weg in den vergangenen zwei Jahren. Von der schweren Verletzung im Halbfinale gegen Nadal bis ins Endspiel jetzt, da schließt sich ein Kreis".
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Halbfinale: Zverev revanchiert sich bei Ruud - Highlights
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Ob am Sonntag erstmals der Name Zverev oder der von Alcaraz in den Sockel der Trophäe graviert werde, sei nicht entscheidend, sagt Corretja, denn: "Es ist das beste Endspiel, das wir bei diesem Turnier bekommen konnten. Natürlich wäre es auch toll gewesen, Novak Djokovic im Finale zu haben, aber wenn man die Gesamtsituation betrachtet, dann ist dieses Finale einfach großartig."
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Krawietz lobt Zverev vor Finale: Guter Umgang mit Emotionen
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Tennis - Grand Slam - Roland-Garros - 1/2 finals - conf press zverev english
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