French Open: Alexander Zverev auf dem Weg ins Finale von Roland-Garros? Wo der Olympiasieger noch nachbessern muss

Die Mission von Alexander Zverev bei den French Open 2024 läuft gut. Der 27-Jährige ist in Roland-Garros angetreten, um die letzte große Lücke seiner Karriere zu füllen: der erste Grand-Slam-Titel soll her. Allerdings hat Zverev nach seiner Gala zum Auftakt gegen Rafael Nadal im Turnierverlauf ein paar wenige Schwachstellen offenbart, die er nun in der entscheidenden Phase in Paris abstellen muss.

Analyse zu Zverevs Mitternachts-Krimi: "Ist schon eine Nummer"

Quelle: Eurosport

Tim Henman brachte das Dilemma auf den Punkt.
"Alexander Zverev hat darüber gesprochen, dass er in den vergangenen beiden Partien rund achteinhalb Stunden auf dem Platz stand. Das ist physisch eine extreme Anstrengung. Was mich daran besonders beeindruckt, ist die mentale Komponente. Er blieb konstant, es gab keinen Abfall, er kämpfte", führte der French-Open-Halbfinalist von 2004 bei Eurosport aus.
Es ist eine gute Nachricht für Zverev, dass er gegen Tallon Griekspoor und Holger Rune zwei Fünfsatz-Krimis mit einem Happy End abschloss.
Weniger erfreulich ist die Tatsache, dass er dafür satte 8:25 Stunden ackern musste und im Achtelfinale bis 1:40 Uhr in der Nacht spielte.
Was für Zverev spricht: Er sieht seine Situation positiv. "Ich bin lieber nachts um 3:00 Uhr noch im Turnier dabei, als nachmittags um 15:00 Uhr ausgeschieden", teilte Deutschlands Nummer eins mit einem Augenzwinkern in Paris mit.

nachtruhe um 5:00 morgens - Zverev passt sich an

"Sascha ist sehr spät ins Bett, gegen 5:00 Uhr morgens. Er musste erst noch essen, behandelt werden und dann brauchst du noch ein paar Minuten, um runterzufahren", verriet Bruder Mischa Zverev gegenüber Eurosport.
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Das sagt Zverev über sein Mitternachtsmatch gegen Rune

Quelle: Eurosport

Am Dienstag habe daher nur ein lockeres Training angestanden. "Ganz leichtes Schlagen, vielleicht 30 bis 60 Minuten, ohne groß hin- und herzulaufen. Es geht darum, den Körper zu bewegen, den Puls und den Blutdruck hochzufahren. Das ist gesund nach einer so langen und schweren Partie", führte der 36-Jährige aus.

Zverevs Hausaufgaben: Breakchancen und Startprobleme

Das nächste Spiel im Viertelfinale gegen Alex de Minaur (Mittwoch ab 20:15 Uhr im Liveticker) soll nach Möglichkeit etwas kräfteschonender, sprich schneller, über die Bühne gehen.
Ein Grund für die langen Matches ist ohne Zweifel die niedrige Quote an genutzten Breakbällen. In den Duellen mit Griekspoor (5 von 18) und Rune (8 von 23) vergab der Hamburger mehr als zwei Drittel seiner Breakchancen.
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Achtelfinale: Zverev bezwingt Rune nach 4:11 Stunden - Highlights

Quelle: Eurosport

Eine weitere Schwäche, die zutage trat, waren die Anlaufschwierigkeiten. Sowohl in Runde drei als auch im Achtelfinale setzte Zverev den ersten Satz im wahrsten Sinne des Wortes in den Sand.
Es gelang dem Weltranglistenvierten in den vergangenen beiden Runden nicht, seine Vorteile früh auszuspielen und seiner Favoritenrolle, die er auch gegen de Minaur innehat, gerecht zu werden.
Erst mit zunehmender Spieldauer fand Zverev seinen Rhythmus und leitete die späte Wende ein. Gegen Griekspoor fast zu spät. 1:4 und mit einem Doppelbreak lag er im fünften Satz gegen den Niederländer zurück, ehe er sich an den eigenen Haaren aus dem Sumpf zog.

Zverev staunt: Trotz fünf Sätzen "irgendwie ausgeruhter"

Noch stellen diese Marathon-Auftritte kein ernstes Problem dar. Obwohl er schon im Achtelfinale fünf Sätze gespielt habe, sei er "irgendwie ausgeruhter" ins Viertelfinale gegen Rune gegangen, so Zverev. "Ich habe gesehen, dass er etwas müder wurde, aber vielleicht ist das auch eine Frage der Erfahrung."
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39 Schläge! Zverev gewinnt Monster-Rally - aber verliert Satz drei

Quelle: Eurosport

Trotzdem ist klar: Gelingt es Zverev, bei den Big Points noch kaltschnäuziger zu agieren, ist der Titel absolut im Bereich des Möglichen. Insgesamt nämlich präsentiert sich der Hamburger, mit dem Erfolg beim Masters von Rom im Rücken nach Paris gekommen, in bestechender Form.

Corretja exklusiv: "Mehr Spin" auf Zverevs Vorhand

"Saschas Vorhand ist viel besser geworden. Er bringt mehr Spin und eine höhere Beschleunigung in diesen Schlag. Seine Rückhand war ja immer schon exzellent. Er ist jetzt im besten Karrierealter", lobte der ehemalige French-Open-Finalist Álex Corretja im Exklusiv-Interview mit Eurosport.
Und dann gibt es da noch ein paar schöne Statistiken, die die maue Bilanz der genutzten Breakchancen aufwiegt.
So schraubte Zverev seine Roland-Garros-Bilanz in den fünften Sätzen auf 10:1, in den Tiebreaks steht er bei 22:2. Damit lässt sich arbeiten - und möglicherweise auch der Titel in Paris holen ...
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"Zu gut!" Zverev serviert stark und holt Satz zwei gegen Rune

Quelle: Eurosport

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Zverev im Glück: "Der reicht nicht" - der reicht doch!

Quelle: Eurosport


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