French Open 2024 - Boris Becker kritisiert Ansetzungen nach Djokovic-Nachtschicht: "Finde ich nicht in Ordnung"

Novak Djokovic musste bei den French Open in der dritten Runde eine echte Nachtschicht einlegen. Bis drei Uhr morgens mühte sich der Serbe am Sonntagmorgen gegen Lorenzo Musetti, ehe er nach fünf Sätzen über sein Achtelfinal-Ticket jubeln durfte. Eurosport-Experte Boris Becker ist kein Fan von derart späten Ansetzungen. In "Matchball Becker" fand der dreimalige Wimbledon-Sieger kritische Worte.

"Nicht in Ordnung": Becker kritisiert Djokovic-Ansetzung

Quelle: Eurosport

"Größten Respekt, dass er (Djokovic, d. Red.) bis drei Uhr Tennis gespielt hat – das Gleiche gilt für Musetti", sagte Becker am Abend nach Djokovics Fünfsatz-Krimi gegen den Italiener in der Eurosport-Sendung "Matchball Becker".
Er schob nach: "Meiner Meinung nach ist das aber zu spät und eine Verzerrung des Turniers. Bis die Spieler zur Ruhe kommen, ist es sieben Uhr oder acht Uhr morgens. Den freien Tag danach kannst du abhaken. Es gibt kaum Erholung für die Spieler und das finde ich nicht in Ordnung."
Beckers Gedankenspiel: "Was wäre denn gewesen, wenn Djokovic und Musetti nach dem zweiten Satz gesagt hätten, dass sie aufhören und am nächsten Tag weiterspielen wollen? Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Turnier-Verantwortlichen die beiden rausgeworfen hätten."
Becker selbst habe mit vergleichbaren Situationen zu seiner aktiven Zeit stets zu kämpfen gehabt. "Ich war ein ganz schlechter Schläfer", verriet er: "Ich bin nicht zur Ruhe gekommen, mir fiel das sehr schwer."

Kohlschreiber: "Schlafrhythmus gestört"

Ex-Profi Philipp Kohlschreiber pflichtete Becker in besagter Sendung bei. Ihm zufolge sei in solchen Fällen "der Schlafrhythmus komplett gestört". Dies führe dazu, dass der Plan, den man sich für ein Turnier gesetzt habe, durcheinandergewirbelt wird.
Kritische Worte bezüglich der späten Ansetzung fand auch Coco Gauff. "Wenn man um drei Uhr mit dem Spiel fertig ist, denken viele Leute, dass es das war", sagte die US-Amerikanerin.
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3. Runde: Djokovic überlebt Musetti in Rekordspiel - Highlights

Quelle: Eurosport

Gauff ergänzte: "Aber in Wirklichkeit muss man dann noch zur Presse, man muss duschen, essen und dann lassen sich viele noch behandeln. Man kommt also vielleicht nicht vor fünf Uhr ins Bett, sondern um sechs, oder sogar um sieben." Dies sei laut Gauff "definitiv nicht gesund."

Djokovic gibt sich diplomatisch

Djokovic selbst vermied eine große Verbal-Beanstandung. Er wolle sich nicht einmischen, gab der Grand-Slam-Rekordsieger nach seiner Partie zu Protokoll. Aber: "Es gibt Sachen, die anders hätten gemanagt werden können."
Die Nummer eins der Welt trifft in der Runde der letzten 16 bereits am Montag auf Francisco Cérundolo aus Argentinien.

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Smarter mit Harter: Late Night in Paris - spät, später, der Djoker

Quelle: Eurosport


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