French Open 2024: Carlos Alcaraz als Wundertüte in Paris - sein verletzter Arm macht den Experten weiter Sorgen

Carlos Alcaraz steht bei den French Open 2024 in der dritten Runde - hinter Form und Gesundheit stehen beim jungen Spanier jedoch zwei Fragezeichen. Beim 6:3, 6:4, 2:6, 6:2 gegen den niederländischen Qualifikanten Jesper de Jong merkte man dem 21 Jahre alten Wimbledonsieger an, dass sich sein Schlagarm immer noch nicht hundertprozentig gut anfühlt - und er deshalb seine Schläge dosieren muss.

Rittner erklärt Zweifel an Alcaraz' angeschlagener Hand

Quelle: Eurosport

In der Vorbereitung auf Roland-Garros hatte Alcaraz ein Ödem im rechten Unterarm Schmerzen bereitet.
Der Spanier spielte so vor Paris auf Sand nur in Madrid, verlor dort aber nach drei Erfolgen im Viertelfinale gegen den späteren Turniersieger Andrey Rublev verloren und sagte danach: "Im Moment denke ich jedes Mal, wenn ich die Vorhand treffe, an meinen Unterarm - ob ich etwas spüre oder nicht."
Zuvor hatte der Spanier die Turniere in Monte-Carlo und Barcelona ausgelassen, nach Madrid trat er auch nicht in Rom an.
Gegen de Jong zeigte der Spanier zwei Sätze lang eine gute Vorstellung, dann ließ er den Niederländer ins Spiel kommen, verlor Satz drei.

Rittner: "Er trifft falsche Entscheidungen

"Er spielt mit seiner Vorhand noch ein bisschen dosiert, nicht so wie man das von ihm kennt, das freie auf Winner Gehen, wie man es kennt", analysierte Barbara Rittner für Eurosport. "Man merkt, dass er noch ein bisschen prüft. Und man merkt, dass ihm Matches fehlen und dass er deshalb falsche Entscheidungen trifft."
Letztlich zog Alcaraz den Kopf in 3:09 Stunden aus der Schlinge. Doch die Zweifel bleiben. "Ich glaube, ihm fehlt ein bisschen das Selbstvertrauen", meinte Eurosport-Experte Álex Corretja: "Und er hat er Zweifel, ob die Schmerzen nicht doch wiederkommen. Ich glaube, dass er vielleicht deshalb mehr Fehler macht als sonst."
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2. Runde: Alcaraz hat Mühe gegen de Jong - Highlights

Quelle: Eurosport

Es sei jedoch gut, dass Alcaraz drei Stunden lang Matchpraxis sammeln konnte, "weil er diesen Rhythmus gebraucht hat. Er hat ihn während der Sandplatzsaison nicht gefunden. Ich glaube, dass es jetzt besser laufen wird. Aber es ist auch ein Weckruf für ihn."

Henman sieht "paar Fragezeichen" bei Alcaraz

So sah es auch Tim Henman bei Eurosport. "Für mich gibt es immer noch ein paar Fragezeichen, die erst im weiteren Verlauf des Turniers beantwortet werden. Ich hatte das Gefühl, dass er ein wenig abgelenkt war. Ich denke, unter normalen Umständen, wenn er zu 100 Prozent fit und gesund ist und Matchpraxis hat, gewinnt er dieses Spiel in drei Sätzen."
So habe sich Alcaraz im dritten Satz "definitiv selbst in Schwierigkeiten gebracht. Er wird froh sein, dass er das überstanden hat. Sicherlich muss er sein Niveau steigern, wenn er weiterkommen will."
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Spektakuläres Duell am Netz - bis Alcaraz patzt

Quelle: Eurosport

Alcaraz selbst war zumindest froh, gegen de Jong ein paar Bälle mehr gespielt zu haben. "Das Match war schwieriger, mehr Punkte, mehr Sätze, also musste ich auch meinen Unterarm mehr einsetzen", sagte der zweimalige Grand-Slam-Sieger.

Alcaraz bei erstem Aufschlag schwach

Dass er nur acht von 18 Breakchancen nutzen konnte, war dagegen "eher ein mentales Problem. Ich habe ein bisschen wenig Energie in die Punkte gelegt. Ich muss mehr Energie bringen."
Henman macht neben der Vorhandstärke derweil auch Alcaraz' Aufschlag Sorgen. "Ich denke, da ist noch ein Fragezeichen", meinte der Brite: "Die mit dem ersten Aufschlag gewonnenen Punkte waren mit 64 Prozent etwas niedriger als wir erwarten, auch die durchschnittliche Geschwindigkeit des ersten Aufschlags war etwas niedrig. Diese Zahlen müssen sich verbessern, wenn er weit kommen will."
So sieht es auch Rittner. "Wichtig ist: Hat er noch Schmerzen, fährt es ihm manchmal rein, sticht es? Traut er sich irgendwann im Verlaufe des Turniers, auch hundert Prozent voll durchzuziehen oder merkt er es hier und da?"

Alcaraz spielt mit Sleeve

Sollte sich Alcaraz jedoch weiter zurückhalten müssen, "wird er im Verlaufe des Turniers keine größere Rolle spielen", meinte die Eurosport-Expertin: "Aber wenn das Vertrauen kommt und der Arm hält, dann spielt er sich ganz sicher rein. Dafür hat er eine zu große Klasse."
Mit einem weißen Ärmel ("Sleeve"), den er am lädierten rechten Unterarm trägt, hat der Spanier zumindest eine psychologische Stütze. Nach seinem Erstrundenmatch gegen den US-Amerikaner Wolf (6:1, 6:2, 6:1) meinte er dazu: "Mein Physio sagte mir, sie helfe auf eine bestimmte Weise."
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Carlos Alcaraz musste sich strecken

Fotocredit: SID

Lachend ergänzte er: "Ich weiß nicht, auf welche Weise, aber er sagte mir, sie hilft." Dennoch könne er nicht einfach "jede Vorhand voll spielen und meinen Unterarm vergessen".

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Guck mal, wer da guckt: Swiatek und Alcaraz bei Nadal-Match

Quelle: Eurosport


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