French Open 2024: Mirra Andreeva mit 17 als Teenager-Sensation "planlos" im Halbfinale - jetzt gegen Jasmine Paolini

Mirra Andreeva feiert bei den French Open mit dem Viertelfinal-Sieg über die favorisierte Aryna Sabalenka den größten Erfolg ihrer noch jungen Karriere. Die 17 Jahre alte Russin ließ bereits vor einem Jahr in Paris aufmerken, nun machte sie als ungesetzte Spielerin das Überraschungshalbfinale gegen die Italienerin Jasmine Paolini (Nr. 12) perfekt. Und dass ohne großen Matchplan im Kopf.

Viertelfinale: Andreeva nimmt Sabalenka raus - Highlights

Quelle: Eurosport

Mit einem frechen Lob war es geschafft: Nach 2:29 Stunden Spielzeit hatte Mirra Andreeva die haushohe Favoritin Aryna Sabalenka auf dem Court Philippe-Chatrier bezwungen.
Während die 26 Jahre alte Belarussin von Bauchkrämpfen geplagt zeitweise durchs Match taumelte, dann aber doch wieder das Tempo anziehen konnte, blieb ihre neun Jahre jüngere Kontrahentin ruhig und ganz bei sich.
Mit harten Schlägen, aber auch Variantenreichtum zog Andreeva der Australian-Open-Siegerin den Zahn und steht nun erstmals in einem Grand-Slam-Halbfinale.
Mit 17 Jahren ist sie sogar die jüngste Grand-Slam-Halbfinalistin seit Martina Hingis (16) 1997 bei den US Open.
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Lob ins Glück! Andreeva macht Sensation gegen Sabalenka perfekt

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Andreeva: "Ich habe keinen Plan"

Nach dem Match verriet Andreeva, dass ihr ihre Trainerin Conchita Martínez zwar einen Matchplan mit auf den Weg gegeben habe, sie dann aber rein nach Gefühl agiert hatte.
"Mein Coach und ich hatten einen Matchplan, aber den habe ich wieder komplett vergessen", sagte sie im Oncourt-Interview mit Mats Wilander: "Ich spiele einfach, wie ich will. Ich habe keinen Plan."
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Taktik gegen Sabalenka? Andreeva lacht: "Habe gar keinen Plan"

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Obsolet sei Martínez, 1994 Wimbledon-Siegerin, damit aber keineswegs. "Sie unterstützt mich toll und manchmal kann ich mich auch an ein paar Infos erinnern", sagte Andreeva unbeschwert. "Es ist großartig, sie an meiner Seite zu wissen."

Instinkt-Spielerin Andreeva beeindruckt Experten

Auf dem Platz vergesse sie allerdings alle guten Vorsätze, spiele nur instinktiv. "Wenn ich eine offene Stelle auf dem Platz sehe, spiele ich dort hin, wenn ich das Gefühl habe, meine Gegnerin wird dorthin laufen, spiele ich in ihren Rücken", sagte die 17-Jährige.
Sätze, die bei den Eurosport-Experten Eindruck machten. "Ich bin jetzt schon ein großer Fan von ihr", sagte Wilander nach dem Interview mit der Russin auf dem Platz: "Sie ist erst 17, wirkt aber schon sehr erwachsen - abseits von, aber vor allem auf dem Court. Sie hat gesagt, dass sie am Anfang nervös war, das hat man ihr im Spiel dann aber überhaupt nicht angemerkt."
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"Das könnte ein Zeichen sein!" Andreeva rettet Marienkäfer

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Barbara Schett meinte: "Sie war einfach eiskalt auf dem Platz." Und Chris Evert wusste ohnehin schon länger, was Andreeva draufhatte: "Ich habe schon letztes Jahr gesagt, dass sie ein Superstar werden wird, als sie gegen Coco Gauff einen Satz gewonnen hat. Jetzt hat sie uns mit 17 bewiesen, wie gut sie schon ist."

Andreeva lässt bei Grand Slams aufhorchen

Bei den Australian Open sorgte sie schon als Achtelfinalistin für Furore, bog auf dem Weg beim 1:6, 6:1, 7:6 (10:5) gegen die Französin Diane Parry, einen 1:5-Rückstand im dritten Satz noch um.
Der Stern der Russin war bereits 2023 aufgegangen, als sie bei den French Open Gauff in Runde drei die Stirn bot (7:6, 1:6, 1:6) und in Wimbledon bis ins Achtelfinale kam. Bei den US Open hatte sie indes Pech, dass sie schon in Runde zwei auf die spätere Siegerin Gauff traf (3:6, 2:6).
In Paris hatte Andreeva in Runde zwei derweil weit nach Mitternacht auf einem zugigen Außenplatz die ehemalige Grand-Slam-Siegerin Victoria Azarenka 6:3, 3:6, 7:5 besiegt.

Andreeva mit Gedankentrick

Gegen Sabalenka bewies Andreeva am Mittwoch erneut für einen Teenager beeindruckende Nervenstärke.
Vor dem letzten Ballwechsel bediente sie sich dabei eines Gedankentricks. "Beim zweiten Matchball habe ich mir vorgestellt, dass ich einen Breakball abwehren muss", verriet sie: "Also habe ich versucht, den Punkt mutig zu spielen - und ich habe gewonnen."
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Andreeva blickt aufs Halbfinale: "Dann geht es immer schief"

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Bei ihrer erst fünften Grand-Slam-Teilnahme ist sie nun nur noch zwei Siege vom Titel entfernt. Im Halbfinale am Donnerstag stellt sich ihr aber erstmal noch die Italienerin Paolini in den Weg (Liveticker) - ebenfalls eine Überraschung des Turniers.
Andreeva wird es wieder planlos angehen. "Ich hoffe einfach, ich kann auf demselben Level und mit demselben kühlen Kopf agieren", sagte sie.
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Sabalenka mit Frust-Aktion - "muss eine Verwarnung geben"

Quelle: Eurosport




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