French Open - Alexander Zverev äußert Kritik an Sportbegeisterung in Deutschland: "Da sind uns andere Länder voraus"

Alexander Zverev hat sich nach seinem Zweitrundensieg bei den French Open gegen Jesper de Jong kritisch bezüglich der Sportbegeisterung und -förderung in Deutschland geäußert. "Für uns ist Sport immer eher zweitrangig. Es ist nie die Priorität von einem Jugendlichen oder jungen Menschen, im Sport irgendwie etwas leisten zu wollen. Ich glaube, da sind uns andere Länder einfach voraus", sagte er.

Zverev kritisiert Sport-Begeisterung: "Andere Länder sind uns voraus"

Quelle: Perform

Besonders der Boom im italienischen Tennis, wo auch Zverevs nächster Gegner Flavio Cobolli herkommt, lässt die deutsche Nummer eins neidisch gen Süden blicken.
"Ich glaube, in Italien ist momentan einfach die Sportbegeisterung bei allen sehr hoch. Ob es Fußball oder Tennis ist", erklärter der Hamburger vor seinem Drittrundenspiel in Paris.
"Und in Italien wird auch sehr viel dafür gemacht, dass der Sport unterstützt wird", so der 28-Jährige weiter.
Zverevs Fazit lautete daher: "Ich glaube, da könnten wir uns schon was abschauen."
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Zverev: "Sport für uns zweitrangig"

Selbst ein rein italienisches Finale wie beim US-Open-Märchen von Flavia Pennetta und Roberta Vinci 2015 ist - auch wegen der Auslosung (Jannik Sinner und Lorenzo Musetti in verschiedenen Draw-Hälften) - alles andere als unrealistisch.
Zverev will genau das verhindern, spricht aber mit Hochachtung über Italiens Tennis-Boom.
Er sei zwar kein Intimkenner des dortigen Schulsystems, aber: "Ich kann mir vorstellen, dass das einfach da gefördert wird. Da können wir uns etwas abschauen", sagte er.

Italien überflügelt Deutschland

Mit dem Weltranglistenersten Jannik Sinner, Musetti (7.), Cobolli (25.), Matteo Berrettini (28.), Matteo Arnaldi (41.), Lorenzo Sonego (44.), Luciano Darderi (47.), Mattia Bellucci (71.) und Luca Nardi (97.) stehen derzeit neun Italiener in den Top 100 der Weltrangliste.
Auf deutscher Seite sind neben Zverev lediglich Daniel Altmaier (59.), der in Roland-Garros ebenfalls um den Achtelfinaleinzug kämpft, und Jan-Lennard Struff (100.) vertreten.

Zverev gegen Trainingspartner Cobolli

Die deutschen Hoffnungen in Paris liegen somit einmal mehr auf Zverev.
Auf seiner Titelmission muss er es am Samstag mit Cobolli aufnehmen, der zuletzt Zverevs Heimturnier in Hamburg gewann.
"Da habe ich mit Sascha trainiert und war klar unterlegen", sagte der 23-jährige Italiener: "Aber ich habe hier auf jeden Fall genug Munition, Gelassenheit und Spaß."
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Zverev im Eurosport-Interview: "Die letzten drei Sätze waren super"

Quelle: Eurosport


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