French Open: Alexander Zverev geht mit Safin-Swag und Siegerlächeln in Runde zwei gegen Jesper de Jong
Update 29/05/2025 um 10:12 GMT+2 Uhr
Alexander Zverev ist mit einer souveränen Vorstellung in die French Open in Roland-Garros gestartet. Das ist nach der holprigen Vorbereitung mit gesundheitlichen Rückschlägen und weiteren Kapriolen keine Selbstverständlichkeit. Etwas Lockerheit brachte indes ein Externer ins Training des Hamburgers - und das auch noch ungewollt. Zverev scheint bereit für das Zweitrundenduell mit Jesper de Jong.
Becker exklusiv: Zverev siegt dank ungewohnter Waffe
Quelle: Eurosport
Einige Zverev-Fans waren am Vortag seiner ersten Partie unruhig geworden, weil sie ihren Liebling nicht im offiziellen Trainingsplan finden konnten. Gab es einen gesundheitlichen Rückschlag nach dem Magen-Darm-Virus von Hamburg?
Nein, denn tatsächlich präsentiert der Plan nur die Match-Courts auf der Anlage im Stade de Roland-Garros im 16. Arrondissement im Westen von Paris.
Alexander Zverev spulte am Tag vor dem souveränen 6:3, 6:3, 6:4 gegen das amerikanische Toptalent Learner Tien dagegen sein normales Trainingspensum ein paar Hundert Meter weiter im Trainingscenter Jean Bouin ab.
Neben seinem bei Grand Slams naturgemäß großen Funktionsteam und seiner Entourage beobachtete noch ein besonderer Augenzeuge die Einheit.
Safin bringt den Swag mit
Der russische Ex-Profi und zweimalige Grand-Slam-Turniersieger Marat Safin stand als Coach von Andrey Rublev, der mit Zverev spielte, auf Court 29 und brachte, ausgestattet mit lässiger Sonnenbrille und einer ganz besonderen Attitüde, eine Extraportion "Swag" mit ins Training.
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Alexander Zverev bei den French Open 2025
Fotocredit: Imago
Safin hatte es in den vergangenen Wochen und Monaten geschafft, die Ausstrahlung und mentale Gesundheit seines Schützlings sichtbar zu verbessern. Rublev selbst äußerte sich ebenfalls wohlwollend über die Zusammenarbeit. Aber auch auf das Team Zverev schien Safin einen kleinen, positiven Einfluss zu haben.
Zverevs Vater Ziel von Safins Schlägen
Der 45-Jährige fand den Mix zwischen Lockerheit und technischen Anweisungen an Rublev, die durchaus schroff vorgetragen wurden. Rublev solle nach dem Aufschlag schneller in die offene Grundstellung kommen.
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Corretja zu Zverev: "Müssen ihn im Auge behalten"
Quelle: Eurosport
Zeitgleich brachte Safin gute Stimmung auf den Platz. In schöner Regelmäßigkeit schlug er die Bälle einen Tick zu hart in Richtung Zverevs Vater, der diese gerade noch mit dem eigenen Schläger stoppen konnte - oder ausweichen musste und das sogar mit einem seltenen Lächeln quittierte.
Außerdem gab Safin eine Kostprobe seiner Sprachvielfalt: "Noch ein Tiebreak?", fragte er auf Deutsch gegen Ende der Einheit. Auch Zverev musste grinsen und schritt zurück zur Grundlinie, um einen Tiebreak zu starten.
Prominente Zaungäste und gute Laune bei Zverevs Training
Die beiden Match-Tiebreaks am Ende des Trainings entschied Zverev, der keinerlei Anzeichen von Schwäche ob des Virus zeigte, übrigens für sich.
Während des Trainings hatten sich unter anderem Daniil Medvedev und Frances Tiafoe als Zaungäste eingefunden und beobachteten das Treiben. Aryna Sabalenka wiederum quittierte einen Doppelfehler Zverevs im Vorbeigehen mit einem Lachen. Zverev verabschiedete die Weltranglistenerste mit einer nicht ernstgemeinten Geste.
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1. Runde: Zverev liefert blitzsaubere Leistung ab - Highlights
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Wer die Einheit und die Stimmung am Montag aufnehmen konnte, machte sich wenig Sorgen ob der Auftakthürde und wurde am Dienstag bestätigt. Tien hatte wenig entgegenzusetzen und Boris Becker lobte Zverev sogar für seine sonst etwas schwächere Vorhand. "Das sage ich bei Sascha Zverev nicht oft", betonte der Eurosport-Experte und spielet damit auf die Vorhand des 28-Jährigen an, die das Prädikat "Weltklasse" verdient habe.
Zverev ehrlich: "So bin ich nun mal, leider"
Zverev selbst präsentierte sich am Dienstagnachmittag bei seiner Medienrunde in den Katakomben des Centre Courts Philippe-Chatrier aufgeräumt und ließ bei einer Thematik tief blicken. Angesprochen auf seine Leistungsschwankungen während der Sandplatzsaison erklärte der 28-Jährige: "So bin ich nun mal, leider." Er habe Höhen und Tiefen.
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Zverev ehrlich: "Bin kein Djokovic oder Nadal
Quelle: Eurosport
Er sei kein Novak Djokovic und kein Rafa Nadal, der jedes Turnier gewinne oder ins Finale komme. "Meine Hochs sind sehr hoch, das habe ich erkannt, aber meine Tiefs sind niedriger als bei anderen Spielern und anderen Spitzenleuten. Ich habe mich auch damit abgefunden. So ist einfach mein Tennis. In gewisser Weise bin ich vielleicht einfach so. Ich hoffe nur, dass ich in den nächsten zwei Wochen mehr Hochs habe als alle anderen hier."
Zverev: Viertes Finale, erster Titel?
Der erste Grand-Slam-Titel nach drei Finalteilnahmen bei den US Open (2020), French Open (2024) und Australian Open (2025) ist weiterhin das Ziel. Zverev gab gesundheitlich auch weitere Entwarnung.
"Ich fühle mich ok und habe heute, finde ich, ein gutes Match gespielt. Ich fühle mich bereit, für das, was noch kommt." Der Virus habe zum Glück nur ein paar Tage gedauert, sei heftig gewesen, aber beeinträchtige Zverev nicht mehr.
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Top 5: Zverev um den Pfosten und Moutet als menschliche Wand
Quelle: Eurosport
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