Chris Evert sieht Novak Djokovic nahe am Karriereende: "Habe das Gefühl, dass es darauf hinausläuft"

Novak Djokovic wartet seit seiner Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in Paris im vergangenen Sommer auf einen weiteren Titel. Die bisherige Saison war geprägt von vielen frühen Niederlagen wie etwa in Madrid oder Monte Carlo. Für Chris Evert deutet nicht nur deshalb vieles auf nahendes Karriereende beim Serben hin, wie die 18-malige Grand-Slam-Siegerin im Gespräch mit Eurosport erklärte.

Highlights: Djokovic holt ersten Sandplatzsieg der Saison

Quelle: Perform

"Es ist schwer, Abschied zu nehmen und zurückzutreten, aber persönlich habe ich das Gefühl, dass es in diesem Jahr darauf hinausläuft", meinte Evert im Gespräch mit Eurosport. Djokovic habe ihrer Meinung nach bereits "sein bestes Tennis gespielt. Damit meine ich nicht, dass er keine Wunder mehr vollbringen kann. Die Fähigkeit, so etwas von Tag zu Tag abzurufen, verliert man aber nach knapp 20 Jahren auf der Tour."
Es gebe zudem immer mehr Spieler, "die Djokovic an einem schlechten Tag knacken können". Die US-Amerikanerin zog dabei auch Vergleiche zu ihrer eigenen Karriere: "Als ich Anfang 30 war, hat Martina Navratilova mich 13-mal in Folge geschlagen, Monica Seles und Steffi Graf schafften ihren Durchbruch und die Experten meinten, dass ich nie wieder einen Grand Slam holen würde."
Doch sie habe anschließend noch zwei Mal die French Open gewinnen können. "Wegen meiner eigenen Erfahrungen würde ich es nie ausschließen, dass Novak noch einen Grand Slam gewinnt", so die 70-Jährige. Roland-Garros sei aber seit jeher "sein schwächstes Major".
Tatsächlich gewann Djokovic die French Open "nur" drei Mal in seiner Karriere (2016, 2021 2023) - allerdings auch wegen der erdrückenden Dominanz von Rafael Nadal in Paris. Wenn man als Sportler das Alter des Serben erreiche - Djokovic feierte am 22. Mai seinen 38. Geburtstag -, könne man "nicht mehr in jedem Match das A-Game auf den Court" bringen, so Evert.
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Novak Djokovic bleibt vor French Open zuversichtlich

Zu den Titel-Favoriten in Roland-Garros zählt die ehemalige Nummer eins Djokovic daher auch nicht: "Novak müsste in jeder Partie spektakuläres Tennis spielen. Ich sehe ihn definitiv in der zweiten Woche, vielleicht sogar im Halbfinale. Nach den letzten Wochen traue ich ihm den Titel einfach nicht zu."
Der 24-malige Grand-Slam-Champion selbst bleibt dagegen optimistisch. In Genf meinte er vor seinem Sieg gegen Marton Fucsovics (6:2, 6:3): "Ich habe das Gefühl, dass ich immer noch das Zeug dazu habe, einer der Anwärter auf die großen Grand-Slam-Titel zu sein."
Es gebe zwar "mehr Höhen und Tiefen" in seinem Spiel, aber: "Für mich ist es immer noch eine große Motivation, solange ich in der Lage bin, auf diesem hohen Niveau zu spielen."
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Quelle: SNTV


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