French Open 2025: Neuer Coach für Alexander Zverev? Barbara Rittner und Boris Becker werden nach Viertelfinal-Aus deutlich

Alexander Zverev ist bei den French Open im Viertelfinale recht deutlich an Novak Djokovic gescheitert – und muss somit weiter auf seinen ersten Grand-Slam-Titel warten. Barbara Rittner und Boris Becker sprechen in der Eurosport-Sendung "Matchball Becker" über die Gründe für das vorzeitige Aus in Roland-Garros und legen der deutschen Nummer eins nahe, über einen Trainerwechsel nachzudenken.

Zverev in der Krise: Becker und Rittner empfehlen neue Impulse

Quelle: Eurosport

"Man hat den Eindruck, dass er gegen die Topspieler im selben Trott spielt und darauf hofft, dass das Ergebnis gut wird", sagte Becker mit Blick auf Zverevs defensive Taktik: "Das reicht gegen die Spieler jenseits der Top Ten, aber gegen die oberen Fünf musst du dich mal weiterentwickeln."
Zverev hatte nach einem ansprechenden ersten Satz (6:4) die Kontrolle über das Spiel verloren und in der Folge gegen Djokovic deutlich das Nachsehen (3:6, 2:6, 4:6).
"Mir hat dieses Feuer, dieser Glaube gefehlt", monierte Eurosport-Expertin Rittner, die Zverev aufgrund der jüngsten Entwicklungen sogar nahelegte, einen neuen Trainer ins Team zu holen.
"Ich weiß, ich mache mich im Camp Zverev damit nicht beliebt. Aber vielleicht holt er sich doch von außen mal einen Impuls. Ich hätte da einen Vorschlag …", sagte die 52-Jährige und deutete auf ihren Sitznachbarn Becker.

Becker erinnert an Zverevs Ex-Trainer

Zum Hintergrund: Zverev wird seit Jahren von seinem Vater Alexander Zverev senior und Bruder Mischa trainiert, in der Vergangenheit war der sechsmalige Grand-Slam-Sieger Becker immer mal wieder mit einem Engagement als Zverev-Coach in Verbindung gebracht worden.
picture

Matchball Becker: Darum hat Zverev das Viertelfinale verloren

Quelle: Eurosport

Becker, der jüngst in seinem Podcast mit Andrea Petkovic erklärt hatte, Zverev lediglich als "enger Freund und Berater", aber nicht als Trainer zur Seite stehen zu wollen, stimmte Rittner zu und erinnerte an bisherige Trainer-Situationen im Zverev-Lager.
"Er hatte (Ivan) Lendl, (Juan Carlos) Ferrero, (David) Ferrer und (Sergi) Bruguera. Viel besser geht es nicht. Aber alle waren immer eingebettet mit seinem Vater und seinem Bruder. Und ich glaube, in dieser Konstellation wird kein Neuer kommen", so Becker.
Der 57-Jährige schob nach: "Die Frage ist: Was will Sascha? Ist er zufrieden damit, die Nummer zwei der Welt zu sein? Ist er zufrieden mit einer bis dato hervorragenden Tennis-Karriere? Oder sagt er, dass er es nochmal wissen will und alles auf den Kopf stellt?"
picture

Alexander Zverev (r.) wird seit vielen Jahren von seinem Vater betreut

Fotocredit: Imago

Becker: "Irgendwann brauchst du neue Geräusche"

Becker untermauerte seinen Rat an Zverev, indem er andere Top-Tennisspieler als Beispiel heranzog. "Wenn man einen Blick auf die Karriere von Nadal wirft … Da war Toni Nadal lange, irgendwann kamen Carlos Moya oder Francisco Roig."
Auch Jannik Sinner, die derzeitige Nummer eins, hole sich nach drei erfolgreichen Jahren an der Seite von Darren Cahill nun neue Impulse. "Irgendwann brauchst du neue Geräusche und ein neues Umfeld", erklärte Becker: "Im Fußball ist das auch so, als Fußball-Trainer bleibst du im Normalfall auch nicht zehn Jahre bei einem Verein."
Letztlich liege laut Becker die Entscheidung ganz alleine bei Zverev. "Er ist derjenige, der entscheidet. Er ist der Vorstandsvorsitzende, der CEO. Er entscheidet, wie das Team Zverev in Zukunft aussieht. Der Vater und der Bruder haben das hervorragend gemacht, aber für den letzten Schritt war das noch nicht gut genug."
Das könnte Dich auch interessieren: Frust statt Titel: Zverev scheitert an sich selbst
picture

Rittner urteilt über Zverev-Aus: "Das kann er mir nicht erzählen"

Quelle: Eurosport


Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung