Novak Djokovic trennt sich von Andy Murray - Justine Henin sieht "immense Phase der Zweifel"

Die Zusammenarbeit zwischen Novak Djokovic und Andy Murray hat lediglich sechs Monate gedauert. Rund zwei Wochen vor den French Open verkündete der serbische Superstar die Trennung von seinem langjährigen Rivalen. Für die siebenmalige Grand-Slam-Siegerin Justine Henin kam dieser Schritt nicht unerwartet, hinter der Zukunft von Djokovic setzt die Eurosport-Expertin aber ein großes Fragezeichen.

Novak Djokovic und Andy Murray gehen getrennte Wege

Fotocredit: Getty Images

"Ich bin von dieser Entscheidung nicht überrascht. Man kann aber über das Timing sprechen", erklärte Henin .
Ende November 2024 schlug die Nachricht, dass Murray kurz nach seinem Karriereende als Trainer von Djokovic auf die ATP-Tour zurückkehren würde, hohe Wellen. Bei den Australian Open erreichte sein Schützling das Halbfinale, die Zusammenarbeit wurde daraufhin auf unbestimmte Zeit verlängert.
Doch danach kam der Knick: Djokovic fiel in ein sportliches Tief, aus dem er sich bis heute nicht befreien konnte. Nun zog der 37-Jährige die Reißleine.
"Haben sich beide davon wirklich etwas erwartet?", stellte Henin die Sinnfrage mit Blick auf die ungewöhnliche Partnerschaft.
picture

Andy Murray (l.) und Novak Djokovic

Fotocredit: Getty Images

Djokovic: Die Motivation ist der Knackpunkt

Mittlerweile ist die Motivation bei Djokovic ein allgegenwärtiges Thema. Der Olympiasieger von Paris hat in seiner Karriere alles erreicht, der 25. Grand-Slam-Titel wird von vielen Seiten als seine letzte Mission betrachtet. Abseits der Major-Turniere scheint ihm aber der Antrieb zu fehlen.
"Er wirkte nicht so, als wolle er überhaupt gewinnen", urteilte Patrick Mouratoglou, aktueller Trainer von Naomi Osaka, in einer Video-Botschaft auf Instagram über die jüngsten Auftritte von Djokovic.
Sowohl beim Masters in Madrid als auch zwei Wochen zuvor in Monte Carlo scheiterte der Rekord-Grand-Slam-Champion sensationell in Runde eins.
picture

Böse Überraschung: Djokovic scheitert an Auftakthürde - Highlights

Quelle: SNTV

Motivationsprobleme bei Djokovic?

"Ein Spieler wie er sollte nicht antreten, wenn ihm die Lust und die Motivation fehlen", befand Mouratoglou.
Henin schlug in dieselbe Kerbe wie der französische Coach. Mit Murray an seiner Seite wollte Djokovic "diese Motivation finden. Wahrscheinlich denkt er genau über das nach, über diese Motivation - und deshalb trifft er jetzt die Entscheidung."
Das Eingeständnis seiner Fehlentscheidung sei der Nährboden für die immer größer werdende Unsicherheit bei Djokovic. "Wir können nicht in seinen Kopf schauen, aber diese Phase der Zweifel ist immens", meinte Henin.

Wie geht es für Djokovic weiter?

Bislang ist davon auszugehen, dass der siebenmalige Wimbledonsieger seine Reise zumindest bis zu den French Open (25. Mai bis 8. Juni live bei Eurosport und discovery+) ohne Coach fortsetzt.
Zwischen 17. und 24. Mai steigt das ATP-Turnier von Genf, in der Schweiz will Djokovic kurz vor dem Sandplatz-Highlight in Roland-Garros das Ruder herumreißen.
Letztlich gibt es laut Henin eine große Frage, auf die selbst Djokovic wohl noch keine richtige Antwort hat: "Wir alle warten, wir alle wollen ihn sehen - aber was genau sucht er?"
picture

Zverev lässt Fils im Achtelfinale keine Chance - die Highlights

Quelle: Eurosport


Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung