French Open 2026: Alexander Zverev mit goldener Chance - und steigendem Druck gegen Jakub Mensik im Halbfinale

Alexander Zverev erwartet im Halbfinale der French Open den nächsten Youngster. Nach dem 7:6 (7:3), 6:1, 6:3-Sieg im Viertelfinale gegen den 19-jährigen Rafael Jódar steht nun das Duell mit dem 20-jährigen Jakub Mensik an. Der Druck steigt für den Topfavoriten in Roland-Garros. Seine bisherigen Leistungen fast ohne Schwächen zeigen sein Selbstvertrauen - ebenso wie eine "uninteressante" Statistik.

Grand Slam oder Olympia-Gold? Zverev würde "niemals tauschen"

Quelle: Perform

26:2 beträgt die Tiebreak-Bilanz von Alexander Zverev bei den French Open - zwölf gewann er in Folge. "Solche Statistiken interessieren mich nicht. Ich hoffe, dass ich die nächsten auch gewinnen werde", sagte Zverev dazu im Gespräch mit Eurosport-Reporter Mario Harter.
Auch wenn die deutsche Nummer eins nur auf den nächsten Tiebreak blickt, ist diese Statistik durchaus ein Zeichen des Erfolgs. Sie unterstreicht die Aufschlagstärke Zverevs - und wer im Tiebreak nicht verliert und seine Aufschlagspiele durchbringt, der kann nicht verlieren.
"Mit einem derart starken Aufschlag verfügt man über den klar besten Schlag im gesamten Spiel. Er geht früh auf den Ball und agiert aggressiver", analysierte John McEnroe bei Eurosport das Spiel des Hamburgers bin Roland-Garros.
Der US-Amerikaner fasste aber auch die Gefahren für Zverev zusammen: "Erst einmal steht Zverev so stark unter Druck wie noch nie in seinem Leben, denn er sollte hier offensichtlich den Titel gewinnen", befand McEnroe.
Die Coupe des Mousquetaires liege "für Zverev bereit. Es gibt keinen Carlos (Alcaraz), keinen Jannik (Sinner), keinen Novak (Djokovic). Wenn er es jetzt nicht gewinnt, und das denken viele von uns, dann gewinnt er es wahrscheinlich nie", so die US-Tennis-Ikone.

Becker: "Zverev spielt sein bisher bestes Jahr"

Der Druck steigt mit jedem Match - mit jedem souveränen Auftritt kommt er seinem Ziel aber auch näher. "Ich glaube, er hat sein bestes Jahr bisher, auch wenn ihm die Titel fehlen", sagte Boris Becker in Eurosport-Presserunde. "Für mich war es nur eine Frage der Zeit, bis er einen Grand-Slam-Titel gewinnt. Ich glaube, er ist gut genug, um in Anwesenheit von Sinner und Alcaraz zu gewinnen. Sie sind jetzt aber nicht da - natürlich hat er eine goldene Chance."
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Alexander Zverev steht zum fünften Mal im Halbfinale der French Open

Fotocredit: Getty Images

Nun wartet im Halbfinale mit Jakub Mensik (Freitag im Liveticker und im Stream bei HBO Max) der nächste Youngster - nach Rafael Jódar im Viertelfinale.

McEnroe: "Mensik wird Zverev Probleme bereiten"

Der Tscheche ist in seiner Entwicklung schon einen Schritt weiter, gewann vor einem Jahr das Masters-Turnier in Miami im Finale gegen Djokovic. "Mensik wird ihm Probleme bereiten, wenn er weiter so spielt wie heute", sagte McEnroe. "Das macht das Match spannend."
Und auch Becker warnte vor Mensik: "Seine größte Stärke ist seine Mentalität. Er hat keine Angst vor großen Namen und großen Turnieren. Er wird bei Matchball nicht nervös werden."

McEnroe: "Auf diese Vorhand haben wir Jahre gewartet"

Zverev kann sich auf seine üblichen Stärken verlassen - und er konnte im Turnierverlauf frühere Schwächen kaschieren: "Die letzten zwei Matches hat er etwas verkrampft angefangen, sich dann aber immens gesteigert", analysierte McEnroe.
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Quelle: Eurosport

"Sein Aufschlag ist stark, aber er hat auch tolle andere Schläge. Wie er jetzt in seine Vorhände reingeht, darauf haben wir drei, vier Jahre gewartet", führte der siebenmalige Grand-Slam-Turniersieger aus.
Mit aktivem Spiel und einer stabilen Vorhand kann Zverev große Turniere gewinnen - das zeigte er bereits in der Vergangenheit.
Mit einem Grand-Slam-Titel sein "bestes", wenn auch bisher titelloses Jahr zu krönen, wäre der endgültige Höhepunkt seiner Karriere. Es wäre hilfreich, wenn er die kommenden Tiebreaks für sich entscheiden würde ...
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Zverev: Junge Tennis-Generation spielt "unfassbar aggressiv"

Quelle: Perform


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