Viertelfinale: Zverev entzaubert Shootingstar Jódar - Highlights
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Nach einer deutlichen Leistungssteigerung Mitte des ersten Satzes verwandelte er schließlich nach 2:25 Stunden Spielzeit seinen ersten Matchball zum Sieg. Der Hamburger ist damit nur noch zwei Siege vom großen Triumph in Paris entfernt.
"Heute war es sehr schwer gegen einen sehr guten Spieler. Ich bin glücklich, dass ich im Halbfinale stehe, mehr nicht", meinte der Deutsche: "Es war schwierig. Er hatte im ersten Satz einen tollen Rhythmus und ich nicht. Meine Schläge waren sehr kurz und ich habe defensiv gespielt."
Auf dem Weg ins Finale trifft der Tokio-Olympiasieger nun auf den 20 Jahre alten Tschechen Jakub Mensik, der das brasilianische Supertalent João Fonseca (19) entzauberte: Mensik besiegte den Djokovic-Bezwinger
überraschend klar in drei Sätzen 6:3, 6:4, 7:6 (7:3).
"Viel besser habe ich ihn noch nicht gesehen", zeigte sich Eurosport-Experte Boris Becker beeindruckt von Zverevs Leistung: "Das war unglaublich großes Tennis, absolute Weltklasse in Satz zwei und drei. Aber auch Kompliment an Jódar, der hat seine Sache gut gemacht."
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Kerber drückt Zverev die Daumen
Zverev zog damit zum fünften Mal in den letzten sechs Jahren in die Vorschlussrunde von Roland-Garros ein. Zuletzt hatte der 29-Jährige 2024 das Halbfinale in Paris erreicht und erst
im dramatischen Endspiel gegen Carlos Alcaraz verloren.
Vor dem ersten richtigen Härtetest auf dem Weg zum erhofften Triumph hatte Zverev prominente Unterstützung erhalten. "Ich hoffe, dass es dieses Jahr hier in Paris soweit sein wird", hatte die dreimalige Grand-Slam-Siegerin Angelique Kerber gesagt.
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Temperatursturz in Paris
Entscheidend sei aber, wie der Hamburger mit seiner Favoritenrolle und den hohen Erwartungen an der Seine umgeht. Zverev werde "mehr Druck spüren als je zuvor in seiner Karriere",
war sich auch Legende John McEnroe sicher.
Am Dienstag hatte sich die Hitze der ersten Woche endgültig verabschiedet, in Paris regnete es bei Temperaturen um die 20 Grad immer wieder in Strömen.
Und so blieb das Dach über dem Court Philippe-Chatrier geschlossen.
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Zverev startet schleppend
Er hoffe, dass sich trotz der veränderten Gegebenheiten "nichts am Ergebnis ändere", sagte Mischa Zverev bei Eurosport: "Die Bedingungen sind natürlich anders, der Platz ist nass, der Ball springt anders ab."
Dennoch war der Glaube an einen Sieg des Bruders gegen Jódar groß: "Er wird ihn auch packen."
Doch wie im Achtelfinale gegen den Niederländer Jesper de Jong fand Zverev schleppend in die Begegnung, was der furchtlose Spanier gnadenlos ausnutzte.
Jódar zieht zu Spielbeginn davon
Zverev, der im vergangenen Jahr im Viertelfinale noch sang- und klanglos an Djokovic gescheitert war, hatte nur zu Beginn des Spiels Probleme gegen den Spanier.
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Im ersten Aufeinandertreffen mit dem zehn Jahre jüngeren Jódar, der wie sein Idol Rafael Nadal auf den Spitznamen "Rafa" hört und als erster richtiger Härtetest für den Deutschen galt, wurde Zverev in den ersten Spielen dominiert.
Während er sich bei geschlossenem Dach über Chatrier immer wieder vermeidbare Fehler leistete, war der Spanier vor allem bei seinem eigenen Aufschlagspiel dominant. Früh lag Zverev 2:5 zurück.
Zverev macht 2:5-Rückstand wett
"Es war am Anfang schwer für mich, in die Bedingungen reinzukommen", sagte Zverev bei Eurosport: "Topspin hat heute gar keinen Sinn gemacht, weil der Ball nullkommanull abgesprungen ist. Ich musste mich erst ins Match finden und er hat einen super ersten Satz gespielt."
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Mit dem Rücken zur Wand zeigte Zverev aber eine starke Reaktion.
Der Hamburger fand besser in die Partie und schaffte es nun, konstant Druck auf seinen jungen Widersacher auszuüben.
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Zverev dreht in Satz zwei richtig auf
Und so ging es doch noch bis in den entscheidenden Tiebreak, in dem Zverev die Oberhand behielt. Nach einer Stunde und acht Minuten war der Satzgewinn perfekt. Danach drehte Zverev auf, sein junger Gegner hatte dem wenig entgegenzusetzen.
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In nur 34 Minuten ging auch der zweite Satz an Zverev, der in der Folge mit all seiner Erfahrung nichts mehr anbrennen ließ und souverän das Ticket für die nächste Runde löste.
"Ich bin zurückgekommen", stellte er zufrieden fest. "Ich habe mein Spiel ein bisschen geändert und am Ende habe ich mich wohlgefühlt."
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Halbfinale gegen Mensik
Auf dem Weg zum Finale bekommt es Zverev nun mit einem weiteren "jungen Wilden" in Paris zu tun.
In der Night Session duellierten sich der Brasilianer Fonseca, wie Jódar nur 19, und der ein Jahr ältere Mensik aus Tschechien um den Einzug in die Vorschlussrunde - mit besserem Ende für Mensik (6:4, 6:3, 7:6).
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"Ich werde das Match heute anschauen. Auf meinem Zimmer, mit einem netten Getränk in der Hand. Den Rest wird man sehen. Es gibt zwei Tage Pause, da ist echt wichtig, den Rhythmus zu bewahren", sagte Zverev.
In dieser Form ist er aber auch dann klar favorisiert.
(SID)
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