French Open - Matteo Arnaldi ist nach Halbfinal-Absage wegen Viruserkrankung untröstlich: "Ab 1 Uhr nachts übergeben"
Update 05/06/2026 um 20:03 GMT+2 Uhr
Matteo Arnaldi musste seinen Traum vom ersten Grand-Slam-Finale bei den French Open noch vor seinem Halbfinalduell mit Flavio Cobolli begraben: Ein Virus stoppte den Italiener am Freitag. Nach seiner Absage gab Arnaldi Einblick in die vergangene Nacht: "Beim Abendessen habe ich es langsam im Bauch gespürt. Ab 1 Uhr nachts habe ich mich dann übergeben. Ich konnte überhaupt nicht schlafen."
Arnaldi erklärt Halbfinal-Absage: "Nach dem Abendessen ging es los ..."
Quelle: Eurosport
Nachdem er sich früh am Morgen erneut wiederholt übergeben hatte, habe er schließlich einen Arzt aufs Hotelzimmer kommen lassen.
"Er hat mir Medikamente gegeben. Ich habe gehofft, dass es einfach etwas vom Abendessen war. Aber ich konnte heute gar nichts essen", berichtete der 25-Jährige auf der statt des Matches einberufenen Pressekonferenz, bei der er sichtlich Abstand von Landsmann Cobolli hielt.
Doch auch über den Tag hinweg sei es nicht besser geworden. "Sobald ich irgendetwas gemacht oder getrunken habe, musste ich wieder auf die Toilette rennen. (...) Jedes Mal, wenn ich aufstehe, ist mir schwindelig und ich fühle mich nicht gut."
Daher sei es für ihn "die richtige Entscheidung", auch wenn diese "sehr, sehr hart" sei. "Das erste Grand-Slam-Halbfinale absagen zu müssen, wünscht man niemandem", erklärte Arnaldi, der traurig nach seiner Absage ergänzte: "Es ist natürlich nicht der Ausgang, den ich wollte."
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Cobolli fühlt mit Arnaldi: "Ich hätte beinahe geweint"
Quelle: Eurosport
Arnaldi: "Es gab für mich keine Chance zu spielen"
Cobolli fühlte mit seinem Halbfinalgegner: "So etwas erwartet man nicht. Ich war bereit, das Halbfinale zu spielen. Ich bin sehr traurig für ihn." Im Turnierverlauf hatte sich Arnaldi mit seinen kämpferischen Auftritten etwa gegen Frances Tiafoe oder Stefanos Tsitsipas in die Herzen der Pariser Fans gespielt.
"Ich glaube, es ist ein Virus. Mir war kalt und ich hatte Fieber. Aber ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass ich mich nicht bewegen, etwas essen oder trinken kann. Es gab für mich keine Chance zu spielen", meinte der 25-Jährige.
Es tue ihm "für alle leid, die Tickets gekauft haben, die italienischen Fans. Ich freue mich für ihn, dass er im Finale steht. Aber es tut mir leid, dass es kein Match gibt."
Auf Cobolli wartet im Endspiel am Sonntag der Weltranglistendritte Alexander Zverev. Der Hamburger hatte im ersten Halbfinale den jungen Tschechen Jakub Mensik in vier Sätzen besiegt.
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