French Open: Alexander Zverev nach klarem Sieg gegen Jakub Mensik im Finale - noch ein Schritt zum großen Traum
Alexander Zverev ist bei den French Open nur noch einen Schritt vom ersten Grand-Slam-Titel seiner Laufbahn entfernt. Der 29-Jährige zeigte im Halbfinale von Roland-Garros eine Topleistung und schlug den Tschechen Jakub Mensik 7:5, 6:2, 3:6, 6:3. Im Endspiel am Sonntag bekommt es Zverev mit Flavio Cobolli zu tun, dessen Gegner Matteo Arnaldi aufgrund einer Viruserkrankung nicht antreten konnte.
Halbfinale: Zverev knackt Mensik und bucht Finale - Highlights
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"Ich fand, dass ich auch im dritten Satz okay gespielt habe. Vielleicht habe ich mein Aufschlagspiel verloren, weil ich zu aggressiv war. Ich habe Vorhandfehler begangen, die ich nicht hätte machen müssen", erklärte Alexander Zverev im Eurosport-Interview.
Das sei aber in Ordnung gewesen, "es ist ein Fünfsatzmatch, das ist lang. Ich habe mich gut wiedergefunden und zum Glück das Match gewonnen", führte der Olympiasieger von 2021 aus.
Bei kühlen, langsamen Bedingungen entwickelte sich auf dem Court Philippe-Chatrier zunächst ein offenes Duell.
Mensik bot dem Favoriten Paroli, hatte bei 4:3 die ersten drei Breakmöglichkeiten der Partie.
Zverev blieb stabil, brachte das Service durch und nutzte seinerseits die erste Chance, um dem 20-jährigen Tschechen das Aufschlagspiel zum 6:5 abzunehmen. Der ideale Zeitpunkt in einer bis dahin komplett offenen Partie.
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Becker-Analyse: So gut war Zverevs zweiter Aufschlag im Halbfinale
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Bei eigenem Aufschlag machte Zverev nach einer Stunde die Satzführung mit einem Ass perfekt. "Beeindruckend ist die Aufschlagstärke bei Sascha, der erste und zweite haben ihn im Satz gehalten. Die Vorhand könnte noch besser sein, longline lief ok", zog Eurosport-Experte Boris Becker eine erste Zwischenbilanz.
Die Returnposition sei noch "etwas zu weit hinten, aber er spielt sich in die Rallys rein. Es war ein ganz wichtiger erster Satz für Zverev", so der sechsmalige Grand-Slam-Turniersieger.
Der Hamburger blieb dran, hielt den Druck auf Mensik hoch. Mit Erfolg. Zverev setzte mit dem Break zum 2:1 den nächsten Wirkungstreffer.
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Becker begeistert von Zverev-Winner: "Er kommt auf Betriebstemperatur"
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Der Favorit dominierte nun, ging per Doppel-Break (5:2) in Führung und hatte nach nur 94 Minuten Spielzeit die 2:0-Satzführung in der Tasche.
"Sascha kommt mehr ans Netz, spielt Stops. Er macht alles richtig und lässt seinem Gegner im Moment keine Chance", lobte Becker.
Mensik schlägt nach Behandlungspause zurück
Mensik bekam indes körperliche Probleme, nahm ein Medical Timeout und ließ sich im dritten Satz beim Stand von 2:1 aus seiner Sicht im Halsbereich behandeln. Es sah nicht so aus, als ob der Weltranglisten-27. noch einmal zurückkommen könnte.
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Verzweiflung pur! Zverev-Gegner Mensik wirft Schläger in Richtung Ball
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Doch genau das geschah: Mensik erholte sich von seinen Schwierigkeiten, "ist plötzlich wieder gut zu Fuß", wie Becker erkannte.
Der Miami-Champion von 2025 schaffte sein erstes Break (4:2) und hatte kurz darauf den Satz - durchaus überraschend - mit 6:3 für sich verbucht. "Die Pause tat Mensik sehr gut. Er lächelt ein bisschen, zeigt Reaktionen, ballt die Faust mal für die Zuschauer", so Becker.
Zverev zeigt perfekte Reaktion auf Satzverlust
Zverev brauchte nicht lange, um den Rückschlag zu verdauen. Der Weltranglistendritte fand die bestmögliche Antwort und knöpfte seinem Gegner im vierten Satz das erste Aufschlagspiel zum 2:0 ab.
Der 29-Jährige gab den Vorsprung nicht mehr aus der Hand und löste nach 3:01 Stunden zum zweiten Mal nach 2024 das Ticket fürs Endspiel beim Sandplatzklassiker in Paris.
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Zverev analysiert Satzverlust: "Vielleicht bisschen zu aggressiv"
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"Es ist großartig, wie Jakub diese zwei Wochen gespielt hat. Ich wusste, dass es meine bislang härteste Herausforderung wird. Ich habe es aber geschafft und bin glücklich", sagte Zverev nach der Partie im On-Court-Interview.
Zverev mit guter Bilanz gegen Finalgegner Cobolli
Im Finale am Sonntag (ab 15:00 Uhr live im TV bei Eurosport, im Stream bei HBO Max und Liveticker) wartet nun Flavio Cobolli.
Der 24-Jährige zog kampflos ins Endspiel ein, da sein Kontrahent Matteo Arnaldi das Halbfinale aufgrund einer Viruserkrankung kurzfristig absagen musste.
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Arnaldi erklärt Halbfinal-Absage: "Nach dem Abendessen ging es los ..."
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Im direkten Vergleich mit dem Weltranglisten-14. Cobolli führt Zverev mit 3:1. In diesem Jahr gab es zwei Partien.
Zunächst schlug der Italiener Deutschlands Nummer eins im Halbfinale in München, kurz darauf revanchierte sich Zverev im Viertelfinale von Madrid. In Paris gilt er nun als klarer Favorit gegen den Italiener.
Nach den Niederlagen in den Endspielen bei den US Open 2020, den French Open 2024 und Australian Open 2025 will Zverev sich endlich die erste Major-Krone aufsetzen.
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Becker analysiert Zverevs beste Waffe: "Grund, warum er gewonnen hat"
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