French Open in Paris: Tamara Korpatsch setzt Höhenflug gegen Wang Xinyu fort und schafft persönlichen Grand-Slam-Rekord
Tamara Korpatsch schreibt weiter an ihrem persönlichen Tennis-Märchen. Die 31-Jährige hatte vor den French Open 2026 zwei Jahre lang kein Match in einem Grand-Slam-Hauptfeld mehr gewonnen. Nun steht Korpatsch in der 3. Runde von Roland-Garros. Dem Auftakterfolg gegen Sara Sorribes Tormo (ESP) ließ die Hamburgerin ein 6:2, 2:6, 6:3 gegen die an Position 32 gesetzte Chinesin Wang Xinyu folgen.
Korpatsch exklusiv zum Wang-Eklat: "'Ist dir das nicht peinlich?'"
Quelle: Eurosport
"Ich bin sehr glücklich, dass ich es endlich über die 2. Runde eines Grand Slams hinaus geschafft habe. Ohne meine Fans hätte ich es nicht gepackt, die waren immer dabei, haben mich aufgebaut", erklärte Tamara Korpatsch im Eurosport-Interview nach der Partie.
Die Hamburgerin steht erstmals in ihrer Laufbahn in der 3. Runde eines Grand-Slam-Wettbewerbs. Ein riesen Erfolg für die Weltranglisten-95.
Fast genau zwei Jahre war es her, dass Korpatsch bei den French Open 2024 eine Hauptfeld-Partie bei einem Major für sich entschieden hatte.
Entsprechend gedämpft waren die Erwartungen in dieser Saison, umso größer nun die Freude über die beiden Siege.
Rittner lobt Korpatsch: "Gut durchgespielt, cool geblieben"
"Die Körpersprache und das Mentale haben mir gut gefallen. Es ist nicht einfach, wenn du vor dem größten Sieg der Karriere stehst. Da kann man nervös werden, aber sie hat es am Ende gut durchgespielt, ist cool geblieben", lobte die ehemalige Bundestrainerin Barbara Rittner bei Eurosport.
Das Match gegen die favorisierte Wang war teils hitzig. Viele enge Entscheidungen waren im ersten Satz zugunsten von Korpatsch ausgefallen, was ihre angeschlagen wirkende Kontrahentin zunehmend wurmte.
Eiszeit nach Matchball: "Kann sich das anschauen und sich entschuldigen"
Beim Stand von 5:2 für Korpatsch verlor Wang dann ein Stück weit die Nerven und kontrollierte einen Abdruck auf der Spielhälfte der Deutschen - was nicht erlaubt ist und ihr prompt eine Verwarnung einbrachte.
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Rittner zum Streit im Korpatsch-Match: "Das darf Wang nicht"
Quelle: Eurosport
Laut Hawk-Eye-System war der Ball acht Millimeter im Aus, Wang lag infolgedessen daneben bei ihrer Bewertung der Situation. "Das kann sie sich ja anschauen und sich bei mir entschuldigen", sagte Korpatsch bei Eurosport.
Eigentlich habe sie sich mit ihrer Gegnerin "total gut verstanden, wir waren keine Feinde oder so was. Was jetzt passiert ist, keine Ahnung", führte die Deutsche aus. "Nach dem Match gab es keinen Handshake zwischen beiden Spielerinnen.
Korpatsch: "Es war ein sehr harter Weg"
Korpatsch, die auf Platz 7 der Anlage von Roland Garros erneut mit einer Sonnenbrille spielte, hatte zuvor die vielen Fehler ihrer favorisierten Kontrahentin konsequent genutzt. Sie ließ sich von Wangs Manövern nicht aus dem Rhythmus bringen, sicherte sich den ersten Satz und blieb auch danach dran.
Am Ende jubelte Korpatsch über ihren Erfolg. Die Weltranglisten-95., die von ihrem Vater trainiert wird, hat sich ihre Karriere im Familienkreis aufgebaut.
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Bockstarke Beinarbeit: Korpatsch wehrt Break-Ball ab
Quelle: Eurosport
"Es war ein sehr harter Weg für uns. Wir haben damals im Auto geschlafen, gezeltet", sagte sie zuletzt in Paris: "Wir haben wirklich keine Hilfe bekommen von irgendwem, keine Wildcards und einfach keine Unterstützung."
Vom Deutschen Tennis Bund (DTB) fühlt sie sich insgesamt über die Zeit ihrer Karriere wenig beachtet. Korpatsch betonte allerdings, dass sie die Berufung von Torben Beltz zum Bundestrainer gut finde. Beltz saß auch bei ihrem Duell mit Wang auf der Tribüne und fieberte mit.
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(mit SID)
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Quelle: Eurosport
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