French Open - Eklat bei Match von Tamara Korpatsch gegen Xinyu Wang: "Ich finde das total unsportlich von ihr"
Publiziert 27/05/2026 um 15:23 GMT+2 Uhr
Tamara Korpatsch hat sich exklusiv bei Eurosport zum Eklat bei ihrem Zweitrundenmatch bei den French Open gegen Wang Xinyu geäußert. Die Chinesin stellte in Satz eins einen Aus gegebenen Ball infrage und kam zur Abdrucküberprüfung auf die andere Netzseite. Ein Regelbruch. Korpatsch sagte, dass Wang die Szene nach der Partie erneut zum Thema machte, weswegen sie ihr den Handschlag verweigert habe.
Korpatsch exklusiv zum Wang-Eklat: "'Ist dir das nicht peinlich?'"
Quelle: Eurosport
"Da waren zwei Ballabdrücke. Ich dachte, es wäre der eine, aber es war der andere. Die waren aber sowieso beide im Aus. Sie kam dann rüber und hat sich die angeguckt. Ich habe in ihrem Gesicht gesehen, dass sie gemerkt hat, dass beide im Aus sind", so Korpatsch nach dem Match im Gespräch mit Eurosport.
Dabei ärgerte sie weniger darüber, dass die Chinesin sich selbst ein Bild machen wollte, als vielmehr die Tatsache, dass Wang sich uneinsichtig gezeigt hatte.
"Was soll sie da machen? Und dann zeigt sie da irgendetwas in der Mitte: 'Der war doch hier auf der Linie.' Und ich sage: 'Da ist doch gar nichts.' Dann habe ich sie gefragt: 'Ist dir das nicht peinlich, hier herüberzukommen, nur weil deine Box so einen Alarm macht?'"
Daraufhin habe die Box von Wang angefangen, auch mit ihr zu diskutieren. "Die haben dann mit mir geredet: 'Der war da. Du zeigst den Falschen an.' Ich meinte nur: 'Ihr braucht gar nicht mit mir zu reden. Wir haben einen Schiedsrichter. Der ist dazu da, um das zu checken.' Da sind zwei Ballabdrücke und beide sind im Aus. Alles eigentlich scheißegal", erklärte Korpatsch die hitzige Situation.
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Rittner zum Streit im Korpatsch-Match: "Das darf Wang nicht"
Quelle: Eurosport
Als sich die an Position 32 gesetzte Wang nach dem Sieg der Hamburgerin (6:2, 2:6, 6:3) am Netz noch einmal wegen der Szene echauffierte, war für Korpatsch das Maß voll.
"Am Ende am Netz hat sie noch gesagt: 'Das finde ich gar nicht gut im ersten Satz mit den Ballabdrücken.' Dann habe ich gefragt: 'Was findest du nicht gut? Dass ich dir den Ball nicht geschenkt habe? Gut, weißt du was? Ich gebe dir nicht die Hand.' Ich finde das total unsportlich von ihr", betonte die Siegerin.
Korpatsch im Recht - und ein bisschen schadenfroh
Im Vorfeld habe sich derweil nicht abgezeichnet, dass das Duell mit Wang zu einem Aufreger führen würde, erklärte die 31-Jährige: "Eigentlich habe ich mich mit ihr total gut verstanden. Wir waren keine 'Feinde' oder so etwas. Was da jetzt passiert ist, keine Ahnung."
Auf Rückversicherung von Eurosport-Reporter Markus Paszehr, dass der fragliche Ball nach Hawk-Eye-Daten tatsächlich um acht Millimeter im Aus gewesen sei, konnte sich Korpatsch eine gewisse Schadenfreude nicht verkneifen.
"Ja, siehste! Ha! Das kann sie sich ja dann anschauen", grinste die Nummer 95 des WTA-Rankings und schob mit etwas Sarkasmus hinterher: "Dann kann sie sich bei mir entschuldigen."
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Quelle: Eurosport
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