Iga Swiatek: Sperre nach positivem Dopingtest sorgt für Unverständnis bei Kollegen - Fritz knöpft sich "Hater" vor

Iga Swiatek hat ihre einmonatige Sperre nach einem positiven Dopingtest im August 2024, der auf kontaminiertes Medikament zurückzuführen ist, akzeptiert. Da sie bereits zwischen 22. September und 4. Oktober vorläufig gesperrt worden war, kann Swiatek ab 5. Dezember wieder spielen. Ein Unding, finden einige Kolleginnen und Kollegen der Polin und richten ihre Kritik gegen die Tennisverbände.

Swiatek zur Dopingsperre: "Starkes Gefühl der Ungerechtigkeit"

Quelle: Perform

Tara Moore, aktuell Nummer 268 der WTA-Weltrangliste im Einzel, schrieb sich auf "X" den Frust von der Seele.
"Ich habe 19 Monate pausiert, Leute. Vergessen wir nicht, dass es bei mir ebenfalls eine Kontamination war und noch zwei weitere Personen positiv getestet wurden. Doch die ITIA (International Tennis Integrity Agency, d. Red.) hat gegen meinen Fall Berufung eingelegt. Warum untersucht niemand ernsthaft die Korruption der Organisationen, die uns regieren?"
Moore wandte sich in einem weiteren Tweet direkt an den internationalen Tennisverband ITF, die WTA und die ATP Tour, sowie an die Veranstalter der vier Grand-Slam-Turniere. und verlangte von all diesen Organisationen, die Machenschaften der ITIA für mehr Fairness zu untersuchen.
Konkret wirft Moore der ITIA Unverhältnismäßigkeit hinsichtlich des Strafmaßes vor und bekommt prominente Unterstützung. Die Deutsche Eva Lys verfasste auf "X" dieses Statement: "Was ist mit den Spielern, die in Südamerika verseuchtes Fleisch gegessen haben? Warum hat Tara Moore nicht eine einmonatige Sperre bekommen? Ich fange langsam an zu glauben, dass nicht jeder ein gleiches Verfahren bekommt ..."

Shapovalov prangert unfaire Regeln an

Lys stellt in einem weiteren Tweet die These auf, dass Spieler mit einem niedrigeren Ranking nicht die gleiche Behandlung erfahren würden wie höher gerankte. "Ich sage nicht, dass jemand unschuldig ist oder nicht, ich sage nur, dass jeder die gleichen Chancen verdient", so die 22-Jährige.
Denis Shapovalov, derzeit auf Rang 56 in der ATP-Rangliste geführt, merkte an, dass es nicht fair sei, wenn "Spielerinnen wie Simona Halep für ähnliche Dinge wahnsinnig lange Sperren bekommen haben. Ich bin froh, dass sich das ändert, denn die Dopingregeln sind unfair. Aber Typen wie Ymer sind immer noch gesperrt, obwohl er noch nie positiv getestet wurde."
Der Schwede Mikael Ymer war Mitte 2023 wegen drei verpasster Dopingtests für 18 Monate gesperrt worden und möchte entgegen einer früheren Rücktrittsverkündung auf die Tour zurückkehren.

Taylor Fritz knöpft sich die "Hater" vor

Taylor Fritz äußerte sich auf "X" nicht zum Fall Swiatek selbst, sondern beschrieb sein Unverständnis über Tennisfans, die im nicht in der Lage seien, ihre persönlichen Vorurteile beiseitezulassen.
"Es ist in Ordnung, seine eigene, ehrliche Meinung zu haben. Aber es macht mich wahnsinnig, wenn Geschichten unterstützt werden, die in eine Richtung gehen, die man sich wünscht. Selbst wenn du als Spieler deine Unschuld beweisen kannst, werden Leute, die deine Konkurrenten unterstützen, immer blindlings die Behauptung aufstellen, du seist ein Betrüger. Das macht mich traurig", schrieb Fritz.
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Quelle: Eurosport


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