Jamie Delgado vergleicht Jannik Sinner und Carlos Alcaraz mit den Big Four: "Das Niveau war früher etwas höher"
VonNiklas Bien
Update 09/03/2026 um 13:48 GMT+1 Uhr
Sind Jannik Sinner und Carlos Alcaraz dominanter als es die Big Four mit Roger Federer, Rafael Nadal, Novak Djokovic und Andy Murray zu ihrer Hochzeit waren? Jamie Delgado, ehemaliger Trainer von Murray und Grigor Dimitrov hat einen differenzierten Blick auf diese sehr theoretische Frage. Das allgemeine Niveau der Tour sei zwar gestiegen, die Top-Konkurrenz vor zehn Jahren aber stärker gewesen.
Tennis zum Zungeschnalzen: Sinner zieht Alcaraz im Endspiel den Zahn
Quelle: Perform
Carlos Alcaraz und Jannik Sinner sind der Konkurrenz an der Spitze der Weltrangliste längst enteilt. Bei Grand Slams führt seit über zwei Jahren ohnehin kein Weg mehr an den beiden jungen Topspielern vorbei.
Der Vergleich zu den Big Three, respektive den Big Four mit Andy Murray, drängt sich also auf.
Jamie Delgado war als Trainer von Murray hautnah dabei, als sich der Brite an die Spitze der Weltrangliste spielte. Als Coach von Grigor Dimitrov hatte er den späteren Turniersieger Jannik Sinner in Wimbledon am Rande einer Niederlage, bis sein Schützling verletzt aufgeben musste.
"Jannik und Carlos sind unglaubliche Spieler, und ich glaube, dass sie es mit den Big Four aufnehmen könnten", sagte Delgado in "Off Court", dem Podcast von Greg Rusedski.
Delgado: Die Top 10 waren früher stärker
Die Leistungen der neuen Big Two mit denen der Big Four zu vergleichen, sei indes nicht so leicht.
"Ich glaube, dass wir vor etwa zehn Jahren den Topspielern mehr Paroli bieten konnten. Das Niveau war meiner Meinung nach etwas höher", sagte der 48-Jährige und nannte explizit Juan Martín del Potro, Stan Wawrinka und Tomas Berdych.

Jamie Delgado arbeitete mehrere Jahre mit Andy Murray zusammen
Fotocredit: Getty Images
Die damalige Top 10 oder Top 15 sei stärker gewesen als heute und entsprechend eine größere Gefahr für die Akteure an der Spitze der Weltrangliste.
"Aber ich glaube, das allgemeine Niveau auf der Tour hat sich verbessert. Ein Spieler, der auf Platz 30, 40 oder 50 der Weltrangliste steht, ist meiner Meinung nach jetzt besser. Jedes Spiel ist von der ersten Runde an superhart", erklärte Delgado.
Alcaraz hält Fahne der Big Two hoch
Das sei vor zehn oder 15 Jahren noch anders gewesen. "Aber wenn es um das Viertelfinale und das Halbfinale geht, gab es früher meiner Meinung nach mehr Gefahr und etwas mehr Qualität", so der Brite.
Um die Serie der Grand-Slam-Finals zwischen Alcaraz und Sinner zu beenden, brauchte es bei den Australian Open zu Beginn des Jahres ausgerechnet das letzte aktive Mitglied der Big Four.
Novak Djokovic besiegte den Italiener zum ersten Mal seit 2023. Im Finale schlug die neue Garde in Person von Alcaraz dann aber wieder zurück.
Der Spanier gewann die Australian Open und sorgte so dafür, dass es seit mittlerweile neun Ausgaben keinen Grand-Slam-Sieger mehr gab, der nicht Sinner oder Alcaraz heißt.
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Quelle: SNTV
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