Carlos Alcaraz - Novak Djokovic | Finale | Highlights
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Carlos Alcaraz sank ergriffen zu Boden und genoss in der tobenden Rod Laver Arena seinen großen Moment: Der Weltranglistenerste ist zu seinem Premierentitel bei den Australian Open gestürmt und hat seiner Laufbahn im Alter von erst 22 Jahren das fehlende Puzzleteil hinzugefügt.
Im historischen Finale von Melbourne rang er den serbischen Rekordsieger Novak Djokovic nieder und komplettierte als jüngster Spieler der Geschichte seinen Karriere-Grand-Slam. Nach 3:02 Stunden Spielzeit verwandelte Alcaraz seinen ersten Matchball zum Turniersieg.
"Niemand weiß, wie hart ich gearbeitet habe, um diese Trophäe zu gewinnen",
sagte er im On-Court-Interview: "Es war emotional eine Achterbahnfahrt."
Alcaraz hatte in Melbourne bei zuvor vier Teilnahmen noch nie das Halbfinale erreicht, sicherte sich nun aber bei der 20. Grand-Slam-Teilnahme bereits zum siebten Mal den Titel - eine einmalige Quote. Dabei verlor er nur ein Endspiel - das in
Wimbledon 2025 gegen Sinner.
Becker zum Finale: "Sagenhaft, wie Alcaraz unter Druck gespielt hat"
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Melbourne-Rekordsieger Djokovic (zehn Titel) wartet hingegen seit den US Open 2023 auf einen weiteren Grand-Slam-Erfolg. Den Rekord hält er mit 24 Titeln aber auch so.
Er hat es! Karriere-Slam für Alcaraz perfekt - der Matchball gegen Djokovic
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Alcaraz von Djokovic und Becker geadelt
Djokovic gab sich als fairer Verlierer. "Das war ein großartiges Turnier von dir. Was du erreicht hast, kann man nur so beschreiben: historisch und legendär", sagte der 38 Jahre alte Serbe.
Alcaraz gab die Komplimente zurück: "Was du machst, ist wirklich eine große Inspiration. Nicht nur als Tennisspieler und Athlet, sondern auch wie hart du arbeitest mit deinem Team. Ich genieße es, dich spielen zu sehen. Es war mir eine Ehre, die Kabine und auch den Platz mit dir zu teilen. Danke."
Djokovic wendet sich nach Niederlage an Nadal: "Fühlt sich komisch an"
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"Größten Respekt, eine ganz starke Leistung von Alcaraz", lobte Eurosport-Experte Boris Becker: "Je länger das Match dauerte, desto mehr hatte man das Gefühl, dass Alcaraz sich wohlfühlt."
Djokovic überrascht Alcaraz in Runde eins
Unter genauer Beobachtung von Margaret Court, die spätestens seit Djokovics Husarenstück gegen Jannik Sinner um ihren geteilten Rekord bangen musste, startete der Serbe furios und entschlossen in die Partie. Alcaraz wirkte teilweise wie überrannt. "Unmöglich, unmöglich", hörte man ihn Mitte des ersten Satzes zu seiner Box sagen.
6:2! Entschlossener Djokovic schnappt sich Satz eins im Finale
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"Novak hat einen perfekten ersten Satz gespielt", analysierte Becker das 6:2 in nur 34 Minuten: "Er hat einen genauen Plan, wie er spielen will - im Unterschied zu Alcaraz, der noch abwartet."
Doch das Blatt wendete sich im zweiten Durchgang. Djokovic spielte nicht mehr ganz so druckvoll, was die Ballwechsel verlängerte - und seinem 16 Jahre jüngeren Kontrahenten Vorteile gab.
Alcaraz glänzt mit Rückhand die Linie runter - Nadal applaudiert
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Alcaraz beschwert sich über Dach der Rod Laver Arena
Alcaraz drehte den Spieß um und holte Satz zwei mit 6:2. "Alcaraz hat gar nicht so viel verändert, aber in Djokovics Spiel hat alles ein wenig nachgelassen", meinte Becker als Co-Kommentator: "Alcaraz scheint derjenige zu sein, der noch mehr im Tank hat."
In der Pause nach Satz zwei forderte der Spanier vom Veranstalter, dass das fast geschlossene Dach geöffnet werde - es regne schließlich nicht. Allerdings hatte ein Kälteeinbruch in Melbourne die Temperaturen auf kühle 19 Grad gedrückt. Deswegen blieb es auch so.
Alcaraz regt sich auf: Warum ist das Dach fast zu?
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Auf das nun bessere Spiel des Spaniers hatte das keinen Einfluss. Wieder breakte er seinen serbischen Kontrahenten, der erstmals Tabletten einnahm.
Djokovic baut immer weiter ab
"Er hängt schon ein bisschen über der Reling", sagte Becker bei 2:4 im dritten Satz aus Sicht seines ehemaligen Schützlings, der nun immer müder wirkte und nur noch phasenweise an sein bestes, resilientes Tennis rankam, das ihn im
4:07 Stunden dauernden Halbfinale gegen Titelverteidiger Jannik Sinner ausgezeichnet hatte.
Becker-Analyse: So hat Alcaraz das Finale gegen Djokovic gedreht
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Alcaraz kam scheinbar spielerisch leicht immer wieder zu Breakchancen, die Djokovic nur mühevoll abwehrte (11 von 16 insgesamt). Die aufmunternden "Nole, Nole"-Rufe im Publikum konnten daran nichts ändern.
Körperliche Probleme waren beim Spanier, anders als noch im Halbfinale, im Endspiel nie ein Thema.
Breakbälle abgewehrt: Djokovic pusht sich im Finale - Fans elektrisiert
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Bis 4:4 blieb alles in der Reihe, dann hatte Djokovic plötzlich selbst einen Breakball, den er jedoch nicht nutzen konnte.
Es ging in die Satzverlängerung, kurz darauf war der Widerstand des Serben dann endgültig gebrochen - Alcaraz feierte den fünften Sieg im zehnten Duell mit Djokovic und einen großen Meilenstein darüber hinaus: Alcaraz löste den bisher jüngsten Alles-Gewinner Don Budge (USA) ab.
Alcaraz baut Führung in Weltrangliste aus
Kleiner Trost für Djokovic: In der Weltrangliste wird der 38-Jährige nach dem Turnier wieder auf Weltranglistenposition drei geführt, er verdrängt den Deutschen Alexander Zverev, der
im Halbfinale dramatisch gegen Alcaraz verloren hatte.
Alcaraz (13.650 Punkte) baute dagegen seine Führung vor Sinner (10.300) auf nunmehr 3350 Zähler aus.
Krasser Ball! Djokovic spielt ums Netz rum - aber Alcaraz punktet
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Der Sieger darf sich umgerechnet über 2,44 Millionen Euro Preisgeld freuen. Für den Finalist gibt es immerhin noch 1,26 Millionen Euro.
Alcaraz huldigt Djokovic nach Finale: "Eine große Inspiration"
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(mit SID)
Alcaraz muss tweenern - Djokovic clever
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