Jannik Sinner äußert sich zu möglichem Grand Slam in Saudi-Arabien: "Dieses Land wird in Zukunft sehr wichtig sein"
Publiziert 19/10/2025 um 17:26 GMT+2 Uhr
Mit dem Six Kings Slam ist in Saudi-Arabien am Samstag das wohl am höchsten dotierte Tennis-Event des Jahres zu Ende gegangen. Der Italiener Jannik Sinner, der im Finale seinen Rivalen Carlos Alcaraz bezwang, durfte sich über ein Rekord-Preisgeld in Höhe von sechs Millionen Euro freuen - und äußerte sich im Anschluss zu einem möglichen Grand-Slam-Turnier in dem umstrittenen Königreich.
Jannik Sinner mit der Trophäe des Six Kings Slam
Fotocredit: Getty Images
Saudi-Arabien werde eine "sehr wichtige" Rolle für die Zukunft des Tennis-Sports einnehmen, so der Südtiroler nach dem Endspielerfolg gegen den Weltranglistenersten Alcaraz.
Darauf angesprochen, ob er sich vorstellen könne, dass in Zukunft auch ein Grand Slam - also eines der wichtigsten Turniere im Tennis-Kalender - in dem umstrittenen Königreich stattfinden könne, legte er sich nicht fest: "Ich weiß es nicht. Ich weiß nicht, wie groß es (das Turnier, Anm. d. Red.) noch werden kann, obwohl es aus anderen Gründen bereits Geschichte geschrieben hat."
Er selbst freue sich bereits darauf, "wiederzukommen, denn es ist toll, hier zu sein und unter anderen Umständen mit anderen Leuten zu spielen."
"Ich glaube, dass dieses Land in Zukunft für uns sehr wichtig sein wird, das steht fest. Es ist wichtig, Tennis zu einem möglichst großen Sport zu machen, und dafür brauchen wir Teamarbeit hinter den Kulissen", führte der Südtiroler weiter aus.
Saudi-Arabien und die Sportswashing-Vorwürfe
Saudi-Arabien wird immer wieder Sportswashing vorgeworfen. Das Königreich investiert seit Jahren massiv in Spitzensportarten wie Fußball, Golf, Formel 1, Tennis und Motorsport, um sein Image zu verbessern und von Kritik an Menschenrechtsverletzungen abzulenken.
Der Australian-Open- und Wimbledon-Sieger dieses Jahres fühlte sich dennoch rundum wohl in Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad: "Ich bin sehr glücklich, es war eine fantastische Woche", sagte er. "Ich bin seit fünf Tagen hier und es war sensationell zu sehen, wie groß die Veränderungen waren. Die Menschen interessieren sich für unseren Sport, für das, was wir tun, dafür, wie wir spielen. Die Atmosphäre war großartig. Am meisten beeindruckt hat mich die Leidenschaft des Publikums."
Auch ohne Grand Slam: Die Verantwortlichen in Saudi-Arabien dürften diese lobenden Worte mit Wohlwollen vernommen haben.
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Quelle: SNTV
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