Die Meldung schlug ein wie die sprichwörtliche Bombe. Am 7. März 2016 verkündete Maria Sharapova, dass sie am 26. Januar desselben Jahres während der Australian Open in Melbourne positiv auf die verbotene Substanz Meldonium getestet worden sei.

"Nach dieser Pressekonferenz, wo ich rausgehen und vor alle treten musste, habe ich alle sozialen Netzwerke von meinem Handy gelöscht. Ich musste mich und meine Gesundheit schützen", erinnert sich die inzwischen 33-Jährige gegenüber "#Vamos", dem Sportkanal von "Movistar+", an jenen Tag im März.

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Die darauf folgende zweijährige Sperre wurde vom Internationalen Sportgerichtshof (CAS) später auf 15 Monate verkürzt.

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Eine Zäsur in der überaus erfolgreichen Karriere Sharapovas, die bei allen vier Grand-Slam-Events mindestens einmal den Titel holte, der Tennis-Elite 21 Wochen lang als Nummer eins der Welt vorstand - und nach ihrer Sperre kein Turnier mehr gewinnen sollte.

Sharapova spricht von "gravierendem Fehler"

"Wenn viele Leute in einem Team sind, dann hat jeder seine Aufgabe", blickt die fünfmalige Grand-Slam-Turniersiegerin auf die Geschehnisse im Jahr 2016 zurück.

Manager Eisenbud habe seinen Job in diesem Fall aber nicht gemacht und die Medikamente nicht im Hinblick auf die Dopingliste überprüft. "Wir wissen ja, wie das ausgegangen ist. Es war ein gravierender Fehler", so Sharapova, die einräumte, dass Eisenbud zu der Zeit private Probleme hatte.

Maria Scharapowa gewinnt die French Open 2012

Fotocredit: Getty Images

Pikant: Meldonium wurde erst am 16. September 2015 mit Wirkung zum 1. Januar 2016 von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) als Dopingsubstanz klassifiziert. Knapp vier Wochen später kam es dann zum positiven Test beim russischen Superstar. Sie habe das Mittel zuvor immer wieder eingenommen, in Russland sei es damals nicht einmal rezeptpflichtig gewesen.

"Ich war immer bereit, zu kämpfen"

"Ich wurde ja von 2006 bis 2015 immer getestet und nie gab es Probleme. Im Januar 2016 bekam ich dann diese Mitteilung und fand heraus, dass Meldonium inzwischen illegal geworden war", erzählt Sharapova. "Der Internationale Tennis Verband ITF hat mich beschuldigt, die Einnahme von Meldonium zu verheimlichen, aber das habe ich nicht getan."

Dies sei "sehr schmerzhaft" gewesen. "Ich fühlte mich verletzlich. Ich war immer bereit, für das zu kämpfen, was ich für mein Recht halte", betont Sharapova, die ihre Karriere am 26. Februar dieses Jahres für beendet erklärte. Wie Max Eisenbud die Vorwürfe seiner ehemaligen Spielerin bewertet, bleibt abzuwarten.

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