Max Purcell verstößt gegen Anti-Doping-Regeln und wird bis 2026 gesperrt - Infusionen werden Doppel-Ass zum Verhängnis
Publiziert 29/04/2025 um 11:14 GMT+2 Uhr
Max Purcell hat eine 18-monatige Sperre der Internationalen Tennis Integrity Agency (ITIA) akzeptiert. Der Australier, zweimaliger Grand-Slam-Champion im Doppel, darf erst ab Juni 2026 wieder zurückkehren. In einem Statement der ITIA hieß es, Purcell habe zugegeben, im Dezember 2023 intravenöse Infusionen von mehr als 500 Millilitern erhalten zu haben. Dies ist laut Anti-Doping-Reglement verboten.
Max Purcell wurde bis Juni 2026 gesperrt
Fotocredit: Getty Images
Der Grenzwert liegt bei 100 Milliliter in einem Zeitraum von zwölf Stunden. Laut ITIA habe der 27-Jährige diese Menge allerdings am 16. und 20. Dezember 2023 überschritten. Da Purcell die gesamte Zeit kooperiert habe, sei die Strafe - üblicherweise zwei Jahre - um 25 Prozent reduziert worden, hieß es in der Erklärung.
Die Sperre beginnt rückwirkend am 12. Dezember 2024, an diesem Tag akzeptierte er die vorläufige Suspendierung. Der Wimbledon-Doppel-Champion von 2022 muss zudem sein Preisgeld ab dem Verstoß (16. Dezember) bis zur ersten negativen Dopingkontrolle am 3. Februar 2024 zurückgeben.
Purcell reagierte auf Instagram auf die Sperre und erklärte: "Dieser Fall dauert nun schon seit Monaten an und beeinträchtigt meine Lebensqualität erheblich. Angefangen damit, dass ich nicht mehr richtig schlafen und essen konnte und mich weigerte, allein zu sein, bis hin zu nervösen und ängstlichen Ticks, mit denen ich auch heute noch Tag für Tag kämpfe."
Er habe nichts genießen können, "ohne an den Fall zu denken und an die endlosen Möglichkeiten, welche Sanktionen ich erhalten würde. Mit der ITIA war ich absolut kooperativ. Ich bin so froh, dass die Sache für mich endlich vorbei ist und ich mein Leben weiterführen kann."
Purcell: Keine verbotenen Substanzen in Infusion
Der Australier betonte zudem, dass es bei der Sperre nur um eine Überschreitung der Infusionsmenge ging. "Alle Substanzen in der Infusion waren von der WADA zugelassen", stellte Purcell klar. Er habe die Infusion lediglich erhalten, weil er sich nach dem Training nicht wohlgefühlt habe. Er akzeptiere aber, dass er einen Fehler begangen habe. "Ich bin stolz darauf, ein sauberer Sportler zu sein und war das auch immer."
Auch die ITIA-Vorsitzende Karen Moorhouse meinte: "Dieser Fall betrifft keinen Spieler, der positiv auf eine verbotene Substanz getestet wurde, sondern zeigt, dass die Anti-Doping-Bestimmungen weiter gefasst sind als das."
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Quelle: SNTV
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