Nick Kyrgios positiv auf Kokain getestet und vorläufig gesperrt - Australier entschuldigt sich bei Fans
Update 19/08/2026 um 11:49 GMT+2 Uhr
Nick Kyrgios ist im Juni beim ATP-Turnier auf Mallorca bei einem Dopingtest der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) positiv auf Kokain getestet worden. Dies teilte die International Tennis Integrity Agency (ITIA) in einem Statement mit. Der Australier sei seit dem 4. August vorläufig gesperrt und dürfe bei keinem offiziellen Event teilnehmen. Kyrgios selbst meldete sich bei Instagram zu Wort.
Nick Kyrgios wurde positiv auf Kokain getestet
Fotocredit: Getty Images
"Ich wollte, dass ihr das zuerst von mir erfahrt. Ich bin kürzlich auf Mallorca bei einem Drogentest durchgefallen, nachdem ich positiv auf Kokain getestet wurde. Ich habe einen großen Fehler begangen und übernehme die volle Verantwortung dafür", begann der 31-Jährige seine Story.
Er entschuldige sich bei seinen Fans, seiner Familie und Sponsoren. "Vor allem tut es mir leid gegenüber den Kindern, die mir nacheifern. Ich weiß, welches Beispiel ich damit abgebe, und bin zutiefst von mir selbst enttäuscht", so der Australier.
Er werde zwar keine Ausreden suchen, doch die vergangenen Jahre hätten ihn "sowohl körperlich als auch psychisch sehr mitgenommen". Kyrgios erlitt wiederholt durch Verletzungen Rückschläge und konnte nur sporatisch auf der ATP-Tour spielen.
Der Wimbledon-Finalist von 2022 gab zu: "Mein Körper war nicht mehr in der Lage, das zu leisten, was mein Geist von ihm erwartete. Mich damit abzufinden, dass ich mich dem Ende meiner Karriere nähere, war schwieriger, als ich es mir je vorgestellt hatte."

Nick Kyrgios mit seinem Statement auf Instagram
Fotocredit: Instagram
Kyrgios kann noch Berufung einlegen
Nichts entschuldige jedoch sein Verhalten. Er werde sich nun für mindestens vier Wochen zurückziehen, "um mich darauf zu konzentrieren, wieder zu mir selbst zu finden". Für diese Zeit erlegte er sich auch ein Social-Media-Verbot auf. Abschließend erklärte er: "Es tut mir leid. Ich werde mich ins Zeug legen und besser zurückkommen."
Laut ITIA wurde Kyrgios positiv auf Benzoylecgonin, einen Metaboliten von Kokain, getestet. Ein von der WADA akkreditiertes Labor habe den Befund am 17. Juli bestätigt. Der Australier habe weiterhin "das Recht, gegen die vorläufige Sperre Einspruch einzulegen, hat dies jedoch bislang nicht getan".
Im schlimmsten Fall drohen dem Australier bis zu vier Jahre Sperre. Aufgrund einiger Sonderregelungen für Kokain als Missbrauchssubstanz kann Kyrgios jedoch mit einer kürzeren Sperre davon kommen, wenn er zum Beispiel nachweisen könnte, dass die Droge nicht explizit zur Leistungssteigerung eingenommen wurde.
Der mittlerweile zurückgetretene Brite Dan Evans erhielt beispielsweise 2017 nach einem positiven Kokaintest eine Sperre von zwölf Monaten. Allerdings galten damals noch andere WADA-Regeln.
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