Chris Evert exklusiv: Kein Doppel-Hype bei den Stars wegen Nick Kyrgios
Nick Kyrgios hat bei den Australian Open zusammen mit Thanasi Kokkinakis einen Hype ausgelöst. Die beiden Australier holten mit einer Wildcard den Doppel-Titel beim ersten Grand-Slam-Event der Saison. Die Matches waren Zuschauermagneten in Melbourne. Ob dies dazu führt, dass künftig wieder mehr Topspieler aus dem Einzel auch im Doppel antreten? Tennis-Legende Chris Evert sagt nein.
Nick Kyrgios (re.) und Thanasi Kokkinakis (li.) bei den Australian Open
Fotocredit: Getty Images
Normalerweise haben es die Doppel-Konkurrenzen schwer, in selbem Maße wie die Einzel-Wettbewerbe Aufmerksamkeit zu bekommen.
Bei den Australian Open im Januar war dies anders - was an Nick Kyrgios und Thanasi Kokkinakis lag.
Die beiden Australier traten mit einer Wildcard gemeinsam im Doppel an und holten sich mit einem Mix aus Entertainment und spielerischer Klasse den Titel. Die Fans waren begeistert und kamen in Scharen zu den Matches.
Dennoch sei nicht damit zu rechnen, dass bei den kommenden Grand-Slam-Turnieren mehr Stars bei den Männern im Doppel antreten, wie Chris Evert im Exklusiv-Interview mit Eurosport erklärt: "Im Einzel werden drei bis fünf Sätze gespielt. Da will kaum jemand noch im Doppel antreten. Profis, deren Priorität auf dem Einzel liegt, sparen sich ihre Kraft im Regelfall dafür auf", so die 18-malige Grand-Slam-Turniersiegerin.
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Doppel-Finale: Kokkinakis/Kyrgios machen "Australia Day" perfekt - Highlights
Quelle: Eurosport
Generell sei es für den Tennissport wichtig, Spieler wie Kyrgios zu haben. "Jedes Mal, wenn Nick spielt, steigen die Einschaltquoten - ob im Einzel oder Doppel. Er ist eine Persönlichkeit, fasziniert und hat ein dynamisches Spiel", lobt die 67-Jährige den Weltranglisten-132.
Kyrgios glänzt in Indian Wells
Derzeit ist Kyrgios beim ATP Masters in Indian Wells im Einsatz. Es läuft gut. Der 26-Jährige steht nach Siegen gegen Sebastián Báez, Federico Delbonis und Casper Ruud im Achtelfinale. Dort wartet Jannik Sinner.
Nach dem frühen Aus von Daniil Medvedev und Alexander Zverev sowie dem Fehlen von Novak Djokovic ist Kyrgios als Publikumsmagnet noch wichtiger geworden.
Nachvollziehbar. Kyrgios trage immer "viel zu einem Turnier bei", betont Evert. "Er ist ein Showman und hat Kanten. Ich denke, dass er die jüngere Generation von Fans anzieht - und das ist für den Sport großartig und das, was wir brauchen."
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Kyrgios: 'We’ve created best atmosphere this tournament, ratings speak for themselves'
Quelle: Eurosport
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