Novak Djokovic: Mats Wilander traut Serben Titelverteidigung bei French Open in Paris zu
Die Tenniswelt wartet gespannt auf das Grand-Slam-Comeback von Novak Djokovic bei den French Open 2022 (ab 22. Mai live bei Eurosport). Turnierdirektorin Amélie Mauresmo bestätigte jüngst, dass der mutmaßlich ungeimpfte Serbe - Stand jetzt - in Paris an den Start gehen darf. Doch kann er trotz mangelnder Matchpraxis auch um den Titel mitspielen? Mats Wilander hat daran wenig Zweifel.
Novak Djokovic
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"Novak wird unglaublich hungrig sein", sagte der siebenmalige Grand-Slam-Champion Wilander im Interview mit Eurosport: "Er ist im Kopf und in seinem Herzen ausgeruht. Für die physische Fitness konnte er sich seinen Trainingsplan perfekt zusammenstellen."
Nach der Einreise-Posse und dem verwehrten Start bei den Australian Open hat Djokovic im Jahr 2022 bislang erst drei Matches bestritten. Im Februar scheiterte er nach zwei Siegen im Viertelfinale des ATP Turniers von Doha am Tschechen Jiri Vesely. Sein Impfstatus verwehrte dem Serben auch die Teilnahme an den beiden Masters-Turnieren in Indian Wells und Miami.
"Sicher hätte er gerne mehr Partien gespielt, aber wenn er jetzt noch drei Turniere und vielleicht zehn bis 15 Matches spielt, dann ist er wahrscheinlich der Favorit in Paris", so Wilander: "Aber er wird ein bisschen Selbstvertrauen im Vorfeld der French Open brauchen."
Fix gemeldet hat Djokovic bislang für das Masters in Monte Carlo (10. bis 17. April) und die Serbia Open in Belgrad (18. bis 24. April). Auch einem Start in Madrid (1. bis 8. Mai) sollte nichts im Wege stehen.
Wilander: Nadals Verletzung ein Vorteil für Djokovic
Komplizierter dürfte es in Rom werden (8. bis 15. Mai). Giovanni Malagó, der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees Italiens (CONI), deutete Ende Februar an, den Weltranglistenersten nicht am prestigeträchtigen Masters teilnehmen lassen zu wollen. Laut den gegenwärtigen Regularien scheint eine Teilnahme Djokovics am Turnier in der italienischen Hauptstadt jedoch alles andere als ausgeschlossen.
Dem 34-Jährigen, der am vergangenen Montag aufgrund des frühes Ausscheides von Daniil Medvedev in Indian Wells wieder die Nummer eins der Welt wurde, bleibt also noch genug Zeit, um Matchpraxis für die Operation Titelverteidigung in Paris zu sammeln.
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Novak Djokovic gewann 2021 die French Open in Paris
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Ein weiterer Grund, warum Wilander dem 20-maligen Grand-Slam-Champion dieses Unterfangen durchaus zutraut, ist die Verletzung von Sandplatz-Dominator Rafael Nadal. Der amtierende Australian-Open-Sieger fällt mit einer Stressfraktur des linken Rippenbogens, die er sich im Finale von Indian Wells zuzog, vier bis sechs Wochen aus.
"Nadal wird nicht die perfekte Vorbereitung haben", so Wilander: "Kann er voll trainieren? Kann er genügend Stunden vor Roland Garros auf dem Platz stehen? Das ist die große Frage." In jedem Fall werde es "sehr, sehr eng" für den 35-Jährigen.
Wilander wünscht sich Turnier mit Djokovic, Nadal und Federer
Der Eurosport-Experte hofft jedoch, dass Nadal schnellstmöglich wieder auf den Platz zurückkehrt. Am besten gemeinsam mit Djokovic und Roger Federer, der ebenfalls an seinem Comeback arbeitet. "Wenn es nur für ein Turnier ist: Ich würde sie gerne alle drei wieder gleichzeitig spielen sehen. Das wird das größte Tennis-Turnier aller Zeiten."
In Paris, soviel steht fest, wird es dazu aber noch nicht kommen. Federer kündigte jüngst an, nach seiner Knie-OP frühestens im Spätsommer auf die Tour zurückkehren zu wollen.
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'Amazing if he can keep this up' - Wilander stunned by Nadal career resurgence
Quelle: Eurosport
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