Die viermalige Grand-Slam-Siegerin Osaka, die am Freitag das olympische Feuer entzündet hatte, schlug die Chinesin Zheng Saisai 6:1, 6:4. Barty, Nummer eins der Weltrangliste, verlor bei ihrer ersten Olympia-Teilnahme 4:6, 3:6 gegen die Spanierin Sara Sorribes Tormo.
Barty kann sie sich nun ganz auf die Doppel-Konkurrenz konzentrieren, dort steht die 25-Jährige mit Storm Sanders im Achtelfinale.
Für Osaka war es der erste Auftritt nach fast zweimonatiger Pause, die sie in Folge ihres geräuschvollen Rückzugs von den French Open eingelegt hatte. Die 23 Jahre alte Nummer zwei der Welt hat immer wieder mit Depressionen zu kämpfen. Sie trifft nun auf Viktorija Golubic aus der Schweiz.
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"Ich habe das Gefühl, dass die Pause sehr nötig war. Ich fühle mich definitiv wieder ein bisschen frischer und glücklich", sagte die schüchterne Athletin nach ihrem Sieg.

Nach Pause wieder direkt im Mittelpunkt

Spätestens seit ihrem Auftritt als Schlussläuferin des olympischen Fackellaufs ist die viermalige Grand-Slam-Siegerin eines der prägenden Gesichter der Spiele in Tokio. Ihr Weg zur inneren Ruhe war in den vergangenen Jahren steinig und beschwerlich, doch die letzten Stufen hinauf zur gigantischen Flammenschale des Olympiastadions nahm sie mit Leichtigkeit.
Am darauffolgenden Morgen zierte Osakas Foto mit der Fackel in der Hand viele Titelseiten der japanischen Zeitungen. "Man träumt davon, einmal in dieser Position zu sein. Aber nur sehr wenige Menschen haben die Möglichkeit, das zu tun", sagte sie am Sonntag: "Als sie mich gefragt haben, ob ich das machen will, war ich sehr überrascht. Ich bin einfach glücklich, hier zu sein."
Wochenlang hatte sich die Titelträgerin der Australian Open und der US Open zuvor aus dem Zirkus rausgehalten. Ihr Erstrundenmatch bei den French Open war ihre letzte Partie, danach zog sie sich zurück, ließ Wimbledon aus. Erholte sich, körperlich und mental. Nun kehrte sie mit dem größtmöglichen Glamourfaktor zurück.
Auch sportlich überzeugte Osaka, der man die fehlende Spielpraxis kaum anmerkte.

Barty scheitert bei erster Teilnahme

Barty konnte gegen Sorribes Tormo nie an ihre bärenstarken Leistung in Wimbledon anknüpfen, wo sie im Halbfinale auch die deutsche Nummer eins Angelique Kerber ausgeschaltet hatte. Zwei Matchbälle konnte sie noch abwehren, den dritten nutzte die Spanierin nach 1:34 Stunden.
Barty verpasste es damit, als vierte Frau in der Ära des Profitennis (seit 1968) Wimbledon und das Olympia-Einzel im gleichen Jahr zu gewinnen. Dies war bislang nur Steffi Graf (1988) sowie Venus (2000) und Serena Williams (2012) gelungen.
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(SID)

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